Das Pandemie-Geschehen im Landkreis hatte schon bei der Bürgermeister-Dienstbesprechung am 3. Dezember breiten Raum eingenommen. Jetzt wurden auch die Mitglieder des Kreisausschusses am Montag auf den neusten Stand gebracht. Unter anderem ging es in der Sitzung um den Dienstbetrieb im Landratsamt. Vor allem jetzt, wo die Corona-Fallzahlen erneut gestiegen sind, wurden die Bedingungen für Besucher wieder angepasst.

Grundsätzlich kann jeder in die Behörde kommen, der ein Anliegen hat, sagte Geschäftsleiter Jürgen Metz im Ausschuss. Allerdings müssen zuvor Termine mit den Sachgebieten vereinbart werden. Die Gäste werden dann am Eingang abgeholt. Grundsätzlich gilt für Besucher die 3G-Regelung.

Besprechungen und Termine mit externen Personen zu bestimmten Themen sind auch grundsätzlich weiter möglich, so Metz. Allerdings muss in den Besprechungsräumen dann auf einen ausreichenden Abstand zwischen den Anwesenden geachtet werden. Vorher sollte geprüft werden, ob der Präsenztermin überhaupt notwendig oder auch eine Telefonkonferenz möglich ist.

Was zunächst etwas verwunderlich erscheinen mag: Für Gemeinderatssitzungen und Bürgerversammlungen gelten die Maßnahmen der bayerischen Hygieneschutzverordnungen nicht. Aber der jeweilige Vorsitzende dieser Gremien muss die notwendigen Schutzmaßnahmen bestimmen, erläuterte Metz. Was derartige Sitzungen angeht, ist die 3G-Regelung möglich, wobei kostenlose Selbsttests zur Verfügung gestellt werden sollten.

Sollte das lokale Infektionsgeschehen aber sehr anziehen, sei auch 3G Plus als Richtlinie für Sitzungen in Ordnung. Dies muss aber, laut Metz, mit zeitlichem Vorlauf kommuniziert werden, weil die Auswertung von PCR-Tests Zeit in Anspruch nimmt. Erforderlich ist, so gibt der Freistaat es vor, dass die Kommunen die Kosten für diese Tests dann übernehmen.

Während der Betrieb des Impfzentrums im Sommer, nach Maßgabe des Freistaats und weil seinerzeit kaum Menschen zum Impfen kamen, stark heruntergefahren werden musste, ist man gerade dabei, alles wieder aufzurüsten, sagte Regierungsdirektor Thomas Schoenwald. Dafür habe der Kreis zunächst bei den Partnern, das ist vor allem das Rote Kreuz, aber auch die Carl-von-Heß-Stiftung, um Personal werben müssen, sagte Schoenwald. Unterdessen habe das Landratsamt selbst Personal im Tattersall bereitgestellt. Zudem kamen inzwischen Bundeswehrsoldaten zur Unterstützung.

Bald zwölf Stunden geöffnet

Aktuell wird dort jetzt acht Stunden täglich geimpft. Ab 20. Dezember soll diese Betriebszeit auf zwölf Stunden täglich ausgeweitet werden. Der Betrieb soll dann in zwei Schichten laufen, die jeweils von Bundeswehrsoldaten und von Personal der Carl-von-Heß-Stiftung bestritten werden, führte Schoenwald aus.

Die Öffnungszeiten des Impfzentrums zu kennen, ist derzeit für Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wichtig. Denn zum Impfen kommen kann man ohnehin nur noch nach Terminvereinbarung. Die Termine können online im Bayern-Portal gebucht werden. Menschen, die sich im Internet nicht zurechtfinden, können die Impf-Hotline des Landratsamts (Tel.: 0971/ 801 1000) wählen oder bei ihrer Kommune nachfragen. Denn 14 der 26 Kreiskommunen bieten Bürgerinnen und Bürgern Unterstützung bei der Online-Anmeldung an (www.landkreis-badkissingen.de/buerger).

Nach dem Weihnachtsfest stehen, laut Schoenwald, dann auch Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren an, und zwar an vier Nachmittagen während der Ferien. Am 8. und 15. Dezember gibt es im Impfzentrum übrigens Sonderaktionen: Zwischen 18 und 22 Uhr abends kann man ohne Termin in den Tattersall kommen - allerdings gibt es dann nur die Möglichkeit, sich eine Erst- oder eine Zweitimpfung zu holen.