Binnen der letzten Woche (bis Sonntag) hatte das Bad Kissinger Gesundheitsamt laut RKI insgesamt 1462 Neuinfektionen erfasst. Daraus ergab sich am Sonntag die aktuelle 7-Tage-Inzidenz von 1417,1 (Anzahl der Neuerkrankungen je 100 000 Einwohner). Am Samstag, 5. Februar, meldete das RKI für den Landkreis 516 neue Corona-Fälle. Am Sonntag wurden beim RKI weitere 244 neue Infektionen verzeichnet.

Weil diese vom RKI aktuell zu einem bestimmten Datum gemeldeten "Neuinfektionen" aber vor allem zahlreiche Nachmeldungen für die Vortage beinhalten, ergeben sich rückblickend auf diese vorangegangenen Tage ganz andere Zahlen.

Ein Beispiel: Am 1. Februar hatte das RKI für den Landkreis zwar 173 neue Fälle gemeldet. Inzwischen sind dem 1. Februar in der RKI-Statistik jedoch insgesamt 417 Fälle zugeordnet worden, für den 2. Februar werden jetzt in dieser RKI-Statistik insgesamt 244 Neuinfektionen im Landkreis genannt, für den 3. Februar 327. So leuchtet durchaus ein, dass die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis am Freitag, 4. Februar, mit 1808,7 den bisherigen Höchststand erreicht hat.

Am Samstag lag dieser Inzidenzwert laut RKI - im Rückblick gesehen - bei 1655,5, falls nicht noch mehr Fälle nachgemeldet werden. Am 6. Februar, waren im Landkreis aktuell 2009 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Auf den Intensivstationen im Landkreis müssen derzeit zwei Covid 19-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Allerdings steigt die Zahl der Personen aktuell wieder an, die sich wegen Covid-19 stationär behandeln lassen müssen. Waren das vor einer Woche am Sonntag noch 23 Menschen, sind es laut Homepage des Landkreises inzwischen 39 Personen.

Ein Jahr Impfzentrum

In einer Pressemitteilung blickt man vonseiten des Landkreises zurück auf den einjährigen Betrieb im Kreisimpfzentrum Tattersall. "Über 80 Prozent der Landkreisbürgerinnen und -bürger sind bereits vollständig geimpft", wird Matthias Endres, Verwaltungsleiter des Impfzentrums, zitiert. Er erinnert sich: Am 10. Februar 2021 bekam ein 96-jähriger Senior aus Hammelburg als Erster im Landkreis die Corona-Schutzimpfung.

Das Impfzentrum sei ein Erfolgsmodell, blickt Dr. Ralph Brath in der Pressemitteilung zurück. "Planung, Organisation und der Ablauf insgesamt funktionieren sehr gut, ebenso die Kooperation mit allen Beteiligten." Und die zählt Landrat Thomas Bold auf: "Das Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Carl-von-Hess-Stiftung, aus dem Landratsamt und natürlich Ärzte und Ärztinnen sowie weiteres Personal sorgen auch heute noch für einen reibungslosen Ablauf im Impfzentrum."

Zudem erinnert er an die Unterstützung durch die Stadt, die Staatsbad GmbH, die Rhön GmbH und die Heiligenfeld Kliniken, die insbesondere zu Beginn der Impfkampagne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für das Impfzentrum bereitgestellt hatten. Auch die Zusammenarbeit mit dem Wach- und Schließinstitut Weingärtner laufe von Anfang an sehr gut, sagt Bold. Mit der Ludwig-Apotheke habe man seit Oktober einen zuverlässigen Partner für die Impfstoff-Lieferungen gewonnen.

Angesichts der Tatsache, dass in diesem Jahr auch im Impfzentrum ganz unterschiedliche Vakzine verabreicht wurden, merkt Dr. Ingo Baumgart, Leiter des Gesundheitsamts, in der Pressemitteilung an, dass er bisher keinen einzigen Fall beobachtet habe, in dem jemand nach einer Impfung schwere Nebenwirkungen zeigte. Anmeldung Impfzentrum: www.impfzentren.bayern oder unter Tel.: 0511/9573 9600 20 . ikr