Freilich habe ihn das Votum vom 12. November im Thundorfer Sportheim "getroffen". Daraus macht Gemeindechef Klöffel keinen Hehl. Für ihn als Kandidaten für die Wahl 2020 hoben lediglich elf Wahlberechtigte die Hand, während Edwin Braun die doppelte Stimmenzahl für sich verbuchen konnte. "Man überlegt, ob man fünfeinhalb Jahre lang die richtige Politik gemacht hat", sagt der 55-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion. Denn er habe versucht, im Gemeinderat jeden Ortsteil gleich zu behandeln. "Was in den Bürgerversammlungen als dringlich benannt wurde, haben wir alles aufgearbeitet", sagt Klöffel.

Das Ergebnis der Abstimmung im Sportheim muss den Bürgermeister gleich mehrfach schmerzen. Zum einen dürfte es für ihn nicht leicht zu verwinden sein, wenn man als Amtsinhaber selbst im Heimatort so wenig zählt. Zum anderen riss diese Abstimmung eine alte Erinnerung an 2014 auf. Denn auch damals trat Edwin Braun bei der Nominierungsveranstaltung in Thundorf als Konkurrent zu Egon Klöffel an, den die CSU seinerzeit als Nachfolger von Anton Bauernschubert favorisierte. Klöffel siegte allerdings damals ganz klar (27:13). Dass Klöffel dem einstigen Konkurrenten nun haushoch unterlag, muss ihn schwer treffen.