"Ich werde souverän gewinnen", konterte Bischofsheims Bürgermeister Udo Baumann (CSU) die Herausforderung durch die Maumer beim Rathaussturm, "schließlich trage ich ein Finisher-T-Shirt von 2015!"

Tatsächlich war der Bischofsheimer Bürgermeister im themengerechten Outfit angetreten, musste er doch einige Hindernisse à la Braveheart-Battle überwinden, die ihm die Maumer entsprechend dem derzeitigen Aufregerthema Nummer 1 der Stadt vor dem Rathaus aufgebaut hatten. Maumer-Veranstalter Frank "von Hippel" Gerken, ebenfalls im Outdoor-Outfit, kündigte einen harten Battle an, für das der Bürgermeister erst einmal richtig angezogen werden müsse.

Seine drei Helfer (Christian Höhnen, Fabian Neumann und Thomas Finger) versorgten den Rathauschef mit einem Schottenrock, der schon Schlammspuren aufwies.


Verbaler Schlagabtausch

Neben der zugehörigen Mütze bekam er sein Startnummernleibchen umgebunden, passenderweise die Startnummer 1. Doch Frank Gerken ließ den Starter nicht ohne verbalen Schlagabtausch auf die Strecke. Baumann musste sich noch die Zweifel hinsichtlich der Wasserversorgung am Wettkampftag anhören, die Gerken aufgrund seines Berufes als Wasserwart der Stadt äußerte.


Striktes Badeverbot

Baumann konterte, dass an jenem Tag ein striktes Badeverbot für die Bischofsheimer erlassen werden wird. Dann fiel der Startschuss.


Minutenlang im Schlammloch

Unter der Beobachtung des Maumerhofstaates mit Prinzenpaar Karina I. und Thomas III., Prinzengarde, Blauer Garde, Maumermusikanten und den Anfeuerungsrufen vieler Zuschauer kroch der Bürgermeister durch ein Rohr, absolvierte den niedrigen Kriechgang, überwand ein Kletterhindernis und hüpfte schlussendlich in ein imaginäres Schlammloch, in dem er minutenlang verharrte.


Narrenschar hat das Sagen

Angesichts der Strapazen übergab er trotz erfolgreichem Wettkampf das Rathaus an die Narrenschar, die bis Faschingsdienstag das Sagen hat. Barbara Enders