Jetzt wurden diese in Frankenheim offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Arge Rhön hatte zum Bau der Schutzhütten einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich die Ferdinand-Braun-Schule in Fulda, die Staatliche Berufsschule Bad Kissingen und das BTZ in Rohr beteiligten.

Mischung bei den Hütten

An diesen Schulen werden Zimmerer ausgebildet.
Das Ergebnis waren drei ganz unterschiedliche Hütten - und alle wurden schließlich durch ortsansässige Unternehmen in allen drei Bundesländern errichtet, so dass es überall entlang des "Hochrhöners" eine Mischung aus hessischen, bayerischen und thüringischen Schutzhütten gibt.

Im Thüringer Teil der Rhön befinden sich die Schutzhütten am Ortsrand von Frankenheim, bei Klings am Horbel, bei Brunnhartshausen am Arnsberg, bei Wiesenthal am Horn und bei Roßdorf. Alle Schutzhütten sind mit Blitzschutz ausgestattet.

"Wanderwege machen nur Sinn, wenn sie eine gute Infrastruktur besitzen", sagte der Vorsitzende der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Rhön und Landrat des Landkreises Bad Kissingen, Thomas Bold. Mit den Schutzhütten sei erneut der Länder übergreifende Gedanke der Arge Rhön verwirklicht worden - weil sich in allen drei Bundesländern die Modelle aus Bayern, Hessen und Thüringen wiederfinden. Wie der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Peter Heimrich, sagte, belief sich die Gesamtsumme für die fünf Schutzhütten in Thüringen auf rund 75.000 Euro. Seitens der Arge Rhön wurden rund 6.000 Euro zur Verfügung gestellt. "Für mich sind diese Schutzhütten ein weiterer Mosaikstein für das Wandernetz der Rhön und für die Destination Rhön insgesamt", hob Heimrich hervor.

Matthias Büttner vom Sachbereich Tourismus im Landratsamt Schmalkalden-Meiningen dankte vor allem dem Koordinator für das Wanderweltprojekt der Arge Rhön, Thomas Lemke. Dieser hatte unter anderem die Koordination mit den Baufirmen übernommen. Jede Schutzhütte, betonte Büttner, sei mit Infotafeln ausgestattet, die zum einen über den "Hochrhöner" selbst, und zum anderen über spezielle Themen des jeweiligen Gebiets informieren, beispielsweise zur ehemaligen Grenze, zur Tradition der Holzschnitzkunst, zur Forstwirtschaft oder zum Biosphärenreservat Rhön.
Carsten Kallenbach