Flugstrecken von 700 bis 1100 Kilometer müssen die Tauben zurücklegen aus Städten wie Pau, Saint Vincent, Chateaudun, Brive oder Le Mans. Dort ist auch bei den gefiederten Himmelsstürmern Höchstgeschwindigkeit angesagt.

Bei diesem Nationalflug, der im Mittel eine Entfernung von 956 Flugkilometer aufweist, konnte Fuchs einen großen Erfolg einfliegen.
Trotz der starken Konkurrenz aus Bayern, Thüringen, Baden Württemberg und Österreich ließ die "Fuchstaube Belgien/13/506" 724 Konkurrenten hinter sich.

Fuchs hatte den dunklen Vogel erst vor zwei Jahren vom belgischen Züchter Luc De Geest erworben. Nicht einmal zehn Stunden brauchte der "B-506" für die 768 Kilometer. Mit einer Geschwindigkeit von 1315 Meter pro Minute sauste die Taube in Richtung Reichenbach. "Das ist eine ganz tolle Leistung, der man nicht nur als echter Taubenfreund Anerkennung zollen muss", sagte Fuchs.

Eine Woche zuvor ließ die Reichenbacher Schlaggemeinschaft schon aufhorchen: Beim Chateaudun-Flug behauptete man sich gegen 64 Züchter und 414 Weitstreckenflugtauben. In der "Zone I" lag man ebenfalls auf Platz 1. Dabei stand das jährige blaue Weibchen 064/14/77 aus der eigenen Zucht im Fokus. Es sei eine tolle Leistung für eine junge Taube, 686 Flugkilometer in Windeseile zurückzulegen. Auflass war um 6.40 Uhr und um 20.20 Uhr gurrte sie wieder im heimischen Schlag. Fuchs sagt über die Tiere: "Für sie ist dies keine besondere Anstrengung, und jede Taube gönnt sich ganz nach Bedarf selbst eine Pause."