Alleine, ohne besondere Hilfe vom Freistaat, ist das Projekt Neue Altstadt nicht zu bewältigen, meint die Stadt Bad Kissingen. Schon im vergangenen August hat sie sich deshalb mit einer Resolution des Stadtrats an die Staatsregierung gewandt.

Hauptsächlich ging es damals um den "vollständigen Ausgleich der Straßenausbaubeiträge", deren Abschaffung der Landtag beschlossen hatte. Die Antwort kam im Januar. Sie war freundlich, aber wenig ermutigend.

Florian Herrmann, der Leiter der Staatskanzlei, schrieb darin, im Koalitionsvertrag sei zur Kompensation der entfallenden Straßenausbaubeiträge eine Regelung vereinbart. Auf Eckpunkte zur Umsetzung habe man sich auch verständigt. Er sei zuversichtlich, dass davon "auch die Stadt Bad Kissingen entsprechend profitieren wird".

Verständnis für ein besonderes Problem Bad Kissingens und Bereitschaft, darauf mit besonderer Förderung zu reagieren, lässt sich daraus kaum ablesen. Deshalb unternimmt die Stadt jetzt einen erneuten Anlauf.

Oberbürgermeister Kay Blankenburg holte sich vor diesem Hintergrund am Mittwochabend vom Stadtrat die Unterstützung für ein Schreiben, das den Freistaat "auf seine Verantwortung zur Sicherung der staatlichen Heilquellen" hinweist. Gleichzeitig bittet das Rathaus den Freistaat, diese Verantwortung gemeinsam mit der Stadt "aktiv" wahrzunehmen.