Die Absicht des ehemaligen Landtagsabgeordneten Günther Felbinger, wieder in Ausschüssen des Stadtrats Gemünden aktiv zu werden, hat eine große Mehrheit des Gremiums am Montag vereitelt. Der 57-Jährige fehlte in der Sitzung und hat sich zu dem höchst ungewöhnlichen Vorgehen der Kollegen und zu möglichen persönlichen Konsequenzen bis jetzt nicht geäußert, zahlreiche Anfragen der Redaktion ließ er unbeantwortet.

OB in Dinkelsbühl?

Unterdessen haben Recherchen ergeben, dass Felbinger zwischenzeitlich weit hochfliegendere Pläne hatte, als in Gemünden weiter nur ehrenamtlicher Stadtrat zu sein: Er wollte in Dinkelsbühl Oberbürgermeister werden.

Auch zu diesen Ambitionen hat sich Günther Felbinger trotz Anfrage noch nicht geäußert. Im September hatte die Ankündigung der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Gemünden und ihres neuen Mitglieds Günther Felbinger hohe Wellen geschlagen, den noch bis Juli 2021 unter Bewährung stehenden, wegen Betrugs verurteilten früheren Landtagsabgeordneten in Ausschüsse (darunter den Rechnungsprüfungsausschuss) zu bringen.

"Das kann gut sein"

Auf die Frage der Redaktion, ob der Eintritt in die FWG bedeute, dass er bei der Kommunalwahl im März 2020 wieder für den Stadtrat Gemünden kandidieren werde, sagte Felbinger damals: "Das kann gut sein. Es gibt keinen Grund, nicht wieder anzutreten. Die Bürger wünschen sich, dass ich wieder antrete."