Vor elf Jahren hat Richard Fix, Stadtrat der Ausschussgemeinschaft Grüne/BfU/ÖDP und FDP, nach eigenen Angaben schon einmal einen Antrag an den Stadtrat gestellt, attraktive Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder am Bahnhof Bad Kissingen zu schaffen. Seiner Erinnerung nach, berichtete er jetzt, ist der nie behandelt worden. Als er so einen Antrag jetzt wieder stellte, wurde er nicht nur behandelt. Er erhielt sogar die einstimmige Unterstützung seiner Kollegen im städtischen Bauausschuss. Die Zeiten haben sich geändert. Umweltfreundliche Mobilität genießt offenkundig jetzt auf kommunaler Ebene wesentlich höheren Stellenwert als vor elf Jahren.

"Einen ganz kleinen Beitrag zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens" wolle er damit leisten, erklärte Fix im Ausschuss zur Begründung seines Antrags. Denn der Verkehr trage wesentlich zur -Belastung bei. Mit ausgelöst wurde die Wiederholung des Antrags nach den Angaben im Antrag des Stadtrats, eine Aussage der Bayerischen Staatsregierung bei einer Fachtagung Radverkehr. Da habe es geheißen, München wolle den "schnellen Ausbau" von Radabstellanlagen an bayerischen Bahnhöfen vorantreiben.

Ziel sei, bis 2025 jährlich bis zu 4000 neue Fahrradabstellplätze zu schaffen. Erreichen wolle der Freistaat das mit verbesserter Förderung. Kommunen werde eine Landesförderung von 40 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt, wenn sie solche Plätze schaffen. Denn geeignete Fahrradabstellplätze, zitiert Fix aus einem Artikel der Gemeindezeitung, seien "ein Schlüssel für den vernetzten Verkehr und für nachhaltige Mobilität". Zur positiven Einstellung der Staatsregierung für bessere Unterstellmöglichkeiten kommt für Fix die negative Einstellung vieler Radfahrer zu dem, was bislang faktisch an Abstellmöglichkeiten vorzufinden ist. "80 Prozent der Radfahrer", erklärte Fix, seien mit den bestehenden Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen "sehr unzufrieden".