Die Staatsstraße 22 92 fängt in Mellrichstadt an und führt über Bad Neustadt bis nach Bad Kissingen. Zwischen Mellrichstadt und Hainhof ist sie frisch gemacht. An anderen Stellen ist der Zustand allerdings eher bedenklich. Zum Beispiel auf dem Stück zwischen Bad Neustadt und Unterebersbach. Mit einem hart gefederten Sportwägelchen sollte man dort lieber nicht unterwegs sein. Schlagloch reiht sich an Schlagloch - besonders im Waldstück.
Das Problem ist beim Staatlichen Bauamt in Schweinfurt bekannt. Und es gibt gute Nachrichten von Manfred Rott, dem Leiter der Gebietsabteilung, zu der Rhön-Grabfelds Straßen gehören. Auf Nachfrage erklärt er, dass die Straße ab der Abzweigung nach Hohenroth bis nach Unterebersbach ausgebaut werden soll, weil sie zu schmal ist.
Die Planung ist nach seinen Angaben abgeschlossen. Zuvor waren intensive Gespräche mit der Forstverwaltung und Vertretern des Naturschutzes nötig, denn von einem Ausbau der Straße wären auch FFH-Gebiete betroffen. Außerdem habe das Biosphärenreservat bei diesen Flächen mitzureden. Das sei jetzt alles geschehen und in die Planung eingeflossen, so Rott.
Wann es genau mit dem Ausbau losgehen wird, dazu äußert sich Rott nur vage. In den nächsten Jahren, sagt er. Wann genau, hängt von den Grundstücksverhandlungen ab. Denn für die Verbreiterung der Straße müssen von den angrenzenden Nachbarn Flächen gekauft werden. Je nachdem, wie schnell diese Verhandlungen zum Ziel führen, wird es früher oder später zum Ausbau kommen. In diesem Zug soll dann auch der Teil der Straße, der von der Abzweigung Hohenroth Richtung Bad Neustadt bis zur Einmündung auf die Staatsstraße Richtung Bad Neustadt und Münnerstadt führt, einen neuen Asphaltbelag bekommen, so Rott.
Die schlechte Nachricht für die Kraftfahrer ist, dass bis dahin nicht mehr groß in die Straße investiert wird. Verkehrstauglich soll sie natürlich trotzdem gehalten werden, betont Rott. Das heißt, die schlechten Stellen werden ausgebessert. Die Straße wird danach zwar Ähnlichkeit mit einem Flickenteppich haben, aber die Löcher im Asphalt werden verschwinden.


Das Wetter muss passen

Für diese Ausbesserung ist die Straßenmeisterei in Rödelmaier zuständig. Die hat vor Kurzem auch mit der Ausbesserung der Straßenschäden an der Ortseinfahrt von Unterebersbach begonnen. Sehr weit sind die Arbeiten allerdings nicht gediehen. Jetzt steht dort ein Schild mit einer Tempobeschränkung auf 80 Stundenkilometer und 200 bis 300 Meter weiter ist es schon vorbei, mit den ausgeflickten Löchern. Da kommt dann wieder ein Schlagloch nach dem anderen. Das bleibt aber nicht so, wie der Chef der Straßenmeisterei, Karlheinz Baumeister, auf Nachfrage erklärt. Es ist nur so, dass für die Ausbesserungsarbeiten längere Zeit trockenes Wetter nötig ist, erklärt er. Wenn wieder eine längere trockene Periode abzusehen ist, dann gehen die Arbeiten weiter, versichert Baumeister.
Bis die Straße dann wieder in einem annehmbaren Zustand sein wird, rechnet der Chef der Straßenmeisterei mit einer bis eineinhalb Wochen für die Ausbesserungsarbeiten. Wenn es dann relativ bald mit dem Ausbau dieses Teilstücks der Staatsstraße 22 92 klappt, dürften das die letzten Flickarbeiten an dieser Straße gewesen sein.