Der Innenhof der Oberen Saline ist für Bewirtung wie geschaffen. Die Atmosphäre eines alten herrschaftlichen Gutshofs, dessen Atmosphäre der Entschleunigung, der Schatten der Bäume, der Blick in die Natur, all das lädt zum Entspannen und Verweilen ein. Das Gartenlokal, das die Stadt dort in wenigen Tagen in eine Art Testbetrieb hinein starten lässt, trifft auf eine Umgebung, die schon lange auf so etwas gewartet hat.

Wenn man es nicht auf ein paar hundert Meter genau nimmt, dann knüpft das geplante Gartenlokal sogar an eine historische gastronomische Tradition im Norden der Stadt an. 750 Meter entfernt, an der Unteren Saline gab es einst das Salinenrestaurant. Dem war laut Kissingen-Band der Reihe Denkmäler in Bayern "der sogenannte Rindenpavillon angeschlossen, ein kurioses Beispiel gründerzeitlicher Gartenarchitektur".

"Glücksgriff"

Auch wenn das künftige Angebot damit nicht konkurrieren kann, ist es im Grunde genommen eine Art "Glücksgriff", erzählt Museumsleiterin Annette Späth. Die Familie Tempelhof aus Unterebersbach, die vergangenes Jahr schon das sogenannte Gartencafé Auszeit am Salinenblick betrieben hat, sei auf das Museum zugekommen. Und die Verantwortlichen für das Museum, also Annette Späth und Kulturreferent Peter Weidisch, hatten sich ihrerseits schon länger mit dem Anliegen beschäftigt, dort ein gastronomisches Angebot zu schaffen.