Finanziell hat es sich für die Stadt Bad Kissingen vermutlich gelohnt, dass der Stadtrat im Januar die Entscheidung, einen externen Datenschutzbeauftragten anzusteuern, vertagt hat. Die damals geplante Lösung hätte nach Verwaltungsangaben 43 000 Euro in zwei Jahren gekostet. Wenn die jetzt angestrebte zustande kommt, sollen es in zwei Jahren nur 19 500 Euro sein.

Grundlage dieser Möglichkeit ist der Gedanke, dass die 26 Städte und Gemeinden im Landkreis sowie der Landkreis selbst in Sachen Datenschutz zusammenarbeiten. Wie David Rybak für die Stadtverwaltung dem Stadtrat berichtete, beruht das auf einem Antrag des Kreisverbands des Gemeindetages. Demnach sollen Kommunen und Landkreis per Zweckvereinbarung zu einer interkommunalen Lösung kommen.

Überwacher und Berater

Ziel ist, beim Landkreis einen zentralen, behördlichen Datenschutzbeauftragten und einen zentralen Informationssicherheitsbeauftragten zu installieren. Über die Kontrollfunktion hinaus sieht die Zweckvereinbarung für den Landkreis unter anderem die Aufgabe vor, ein Datenschutzkonzept für die Beteiligten zu entwickeln. Dazu komme die Zusammenarbeit mit der Aufsicht. Sicherheitsmaßnahmen müssten überwacht, gesteuert und abgenommen werden. Auch regelmäßige Berichte seien nötig.