Der Schulterschluss im Stadtrat gegen die drohende Schließung des Altenheims Bürgerspital ist eindeutig. Ohne Gegenstimme sprach sich das Gremium für eine Klage gegen einen Bescheid der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen des Landkreises aus. Die Fachstelle setzt der Stadt eine Frist bis Ende August 2021, die Zimmergröße und die Einzelzimmer-Quote an gesetzliche Standards anzupassen. Ein städtischer Widerspruch gegen diese Ansage war gescheitert.

Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) stellte klar, dass die Stadt mit der Klage kein großes finanzielles Risiko eingeht. "Da kursieren diverse Dinge", ergänzte er zu den Kosten. Der Eigenanteil der Stadt belaufe sich Dank einer Rechtschutzversicherung auf 250 Euro. Warmuth hält nach Rücksprache mit dem Rechtsanwalt der Stadt einen Vergleich für denkbar.

"Das war so zu erwarten", brachte Zweiter Bürgermeister Reimar Glückler (CBB) das Scheitern des Widerpruches aus seiner Sicht auf den Punkt. Er wagte sogar ein Prognose, wie das Verfahren ausgeht: "Die Richter werden sagen, ihr haltet euch an das Gesetz", folgerte Glückler aus der Haltung des Landratsamtes. Deswegen sollten jetzt die Landtagsabgeordneten aus der Region eingeschaltet werden, um sich für eine Entschärfung der Auflagen stark zu machen.