Nach seiner Premiere am 12. März in Bischofsheim wird der "Braveheart-Battle" voraussichtlich auch im kommenden Jahr am Kreuzberg ausgetragen werden.

Da Veranstalter Joachim von Hippel eine Wiederholung anstrebt, und der Bischofsheimer Stadtrat am Dienstagabend nach einiger Diskussion, aber mit klarer Mehrheit zustimmte, ist der Weg dafür nun frei. Touristiker, Gastronomen und vor allem die Besucher seien begeistert gewesen vom ersten Braveheart nach seinem Umzug von Münnerstadt nach Bischofsheim, darüber war sich eine große Mehrheit im Stadtrat einig. Polizei, Rettungskräfte, Feuerwehr und die Stadtverwaltung hätten hervorragende Arbeit geleistet.


Nicht an Vorgaben gehalten

Auch die Polizei hatte nur kleinere Verkehrsprobleme und Behinderungen registriert. "Wir wollen den Braveheart in Bischofsheim behalten", lautete daher das Fazit von Bürgermeister Udo Baumann (CSU). Einige Kritik gab es allerdings an Veranstalter Joachim von Hippel zu hören. Der habe sich nicht an vertragliche Vorgaben wie die Einrichtung eines Parkleitsystems oder die vereinbarten Terminen, bis zu denen die Genehmigungen vorliegen sollten, gehalten. Bei solchen Versäumnissen habe dann die Verwaltung mit großem Aufwand einspringen müssen. Auch in den Medien habe es von Teilnehmern teils heftige Kritik am Veranstalter gegeben. Für Egon Sturm, der auch die Themen Biosphärenreservat und Naturpark ansprach, lautete daher das Fazit, dass der Braveheart nicht zu Bischofsheim passt.


Positive Effekte

Dennoch bewertete die große Mehrheit der Stadtvertreter die positiven Effekte der Extremsportveranstaltung für die Stadt höher als die negativen Begleiterscheinungen und war sich einig, dass der Braveheart am 11. März 2017 wieder im Bischofsheimer Stadtgebiet ausgetragen werden soll. Nicht zuletzt, weil der Arbeits- und Verwaltungsaufwand beim zweiten Mal für wesentlich geringer erachtet wurde. Darauf könne man doch aufbauen, stellte Benjamin Lenhard fest.

Georg Seiffert und Wolfgang Enders ergänzten, dass der Stadtrat dem Veranstalter keinen Freibrief erteilen dürfe. Bischofsheim habe eine super Kulisse geboten und seine Hausaufgaben erfüllt. Nun müsse auch von Hippel die seinen erfüllen, und es müsse klar sein, dass die Stadt die Veranstaltung absagt, wenn das nicht der Fall ist.


Zweite Chance für Veranstalter

Andererseits hob zum Beispiel Arvid Löflund hervor, dass man dem Veranstalter eine zweite Chance geben solle. Die Defizite seien klar benannt, Verbesserungspotenziale bekannt. Wenn die Veranstaltung 2017 nicht befriedigend ablaufe, könne die Stadt ja entsprechend reagieren.

Allerdings sollen einige Auflagen geändert werden. So betrugen diesmal die bei der Stadt angefallenen Kosten für Personal, Bauhof oder Beschilderung rund 25.000 Euro. Der Kostenanteil des Veranstalters war auf 10 000 Euro gedeckelt. Nach dem neuen Beschluss beteiligt sich jetzt Bischofsheim im nächsten Jahr mit höchstens 10 000 Euro an diesen Kosten.


Terminauflage

Zudem muss der Veranstalter bis September alle für die Genehmigung erforderlichen Unterlagen vorlegen. Falls das nicht der Fall sei, könne der Stadtrat im Oktober und damit rechtzeitig reagieren. Auf Nachfrage dieser Redaktion signalisierte auch Veranstalter Joachim von Hippel, dass der Braveheart auch 2017 in Bischofsheim ausgerichtet werden soll.


Start am Arnsberglift?

Allerdings wurde in der Stadtratssitzung bekannt, dass möglicherweise ein anderer Startplatz vorgesehen ist. Statt dem Sportgelände an der Bischofsheimer Kreuzbergschule sollen die Bravehearter im kommenden Jahr am Arnsberglift in Oberweißenbrunn ins Rennen gehen. Thomas Pfeuffer