Gute Stimmung unter den Gästen

Wer am Wochenende mit aufmerksamem Blick durch die Stadt ging, bemerkte schnell, dass die Veranstaltung bei allen Corona-Vorsichtsmaßnahmen, dort wo sie sich in den Außenbereich begab, noch Platz für mehr Gäste gehabt hätte. Gleichwohl kam es bei der Vorstellung der Historischen in den Konzerten der Staatsbad Philharmonie zu der Situation, dass Besucher draußen bleiben mussten, weil das coronare Kontingent im Inneren bereits belegt war.

Das gab aber offenbar keinen Anlass dazu, verärgert grummelnd abzuziehen. Die Musik war per Lautsprecher vom Kurgarten aus ebenfalls zu hören. Und die Historischen Persönlichkeiten kamen über kurz oder lang ohnehin nach draußen, um dort, wie versprochen, durch die Kuranlagen zu flanieren.

Die Stimmung derjenigen, die auch ohne das Halligalli der Feiermeile Rakoczy einen Besuch abgestattet hatten, war durchgängig merklich positiv. Die Konzentration auf den ursprünglichen Gehalt des Fests, auf die Historischen Persönlichkeiten und auf Geschichte tat Bad Kissingen zwischendurch mal durchaus gut.

Für nächstes Jahr lernen

Bruno Heynen will deshalb aus den Erfahrungen dieses Wochenendes Dinge in die Zukunft mitnehmen, wenn aus Klein-Rakoczy wieder das große Heimatfest der Kissinger werden kann. Die Führung von Gästen mit Interesse für historische Architektur durch wichtige Kissinger Bauten etwa sei ein Element, das er gerne auf das große Fest übertragen wolle, sagte Heynen am Sonntag. Und auch die Vorstellung der Historischen bei den Konzerten der Staatsbad Philharmonie ist aus seiner Sicht ein Kandidat für eine Wiederholung in den nächsten Jahren.