Vor diesem geschichtlichen Hintergrund erzählt Gilman eine spannende Geschichte über die Männerfreundschaft zwischen dem aus England stammenden amerikanischen Bürgerkriegsveteran Joseph Radcliffe und seinem schwarzen Kampfgefährten Benjamin Pierce, der, einst aus der Südstaaten-Sklaverei befreit und dann im US-Bürgerkrieg bewährt, nun mit Radcliffe im irischen Dublin lebt. Beide kümmern sich um Radcliffes heranwachsenden Sohn Edward. Doch alles ändert sich, als sich sein von ihm streng umsorgter Sohn nach einem Streit nach Südafrika einschifft, um sich vor seinem Vater im Burenkrieg als Mann beweisen zu können. Radcliffe und Pierce folgen Edward, um ihn nach Hause zu holen.

David Gilman versteht es, einzelne Kämpfe und Gefechte in der südafrikanischen Steppe so authentisch zu beschreiben, dass man als Leser mittendrin zu sein glaubt, wobei nicht das Blutvergießen, sondern die neuartige Taktik der so unterschiedlichen Truppenteile im Mittelpunkt stehen. Während die Briten nach alter Tradition in geschlossener Formation kämpften und auf die Kraft ihrer Kavallerie vertrauten, verwickelten die Buren und ihre Freischärler, formiert in kleinen Kommandos und mit dem Land besser vertraut, sie in einen bisher unbekannten Guerillakrieg. In seinen realistischen Schilderungen zeigt uns David Gilman nicht nur die Schrecken des Krieges, sondern auch dessen Unsinnigkeit, an dessen Ende alle Opfer bringen müssen. Jeder hat am Ende einen Preis für seine Freiheit zahlen müssen.