Viele Jahre bewegt die Verantwortlichen in Nüdlingen schon die Idee, das ortsbildprägende und denkmalgeschützte Pfarrhaus an der Kissinger Straße zu renovieren. Die Pläne lagen jedoch auf Eis, weil das Geld fehlte.
Die Kirchenverwaltung hat Architekt Henry Kiesel mit der Planung beauftragt. Geplant sind Dachdeckerarbeiten, die die Firma Beck und Sohn aus Haard übernimmt. Um die Erneuerung der Fenster kümmert sich die Firma Reuß aus Bad Kissingen. Die Verputzerarbeiten erledigt die Firma Greubel aus Eltingshausen und Zimmererarbeiten die Firma Grund und Kraus.

Aufzug soll entstehen

Die Kosten haben die Planer auf etwa 190 000 Euro geschätzt. Darin sind die Kosten für den Bau eines Aufzugs in den ersten Stock enthalten, in dem sich seit der Innenrenovierung 1977 der Pfarrsaal befindet. Eingebaut wurden damals Toiletten, eine Küche und Räume für Sitzungen. Die Innenrenovierung hatte rund 250 000 DM gekostet.

Die Finanzierung erläutert Pfarrer Dominik Kesina. Er sagt, dass die Pfarrei 60 000 Euro an Eigenmitteln einsetzt. "Hinzu kommt ein Zuschuss der Diözese Würzburg in Höhe von ebenfalls 60 000 Euro." Die politische Gemeinde hat kürzlich beschlossen, die Bauarbeiten mit 28 000 Euro zu fördern. Einige tausend Euro erhoffen sich die Verantwortlichen aus Mitteln des Denkmalschutzes. Die noch vorhandene Finanzlücke hofft Pfarrer Dominik Kesina durch eine großzügige Spendenbereitschaft der Nüdlinger schließen zu können.



Geschichte des Pfarrhauses

Der langjährige Kirchenpfleger Franz Klöffel kann die Anfänge des heutigen Pfarrhauses benennen. Der Ortschronik von Josef Willmann ist zu entnehmen, dass der Fachwerkbau des Pfarrhauses auf das Jahr 1670 zurückgeht. "Ein Jahr zuvor ist das frühere Pfarranwesen in der Haardstraße zusammen mit dem Pfarrarchiv abgebrannt", sagte Franz Klöffel. Auf dem Pfarrgrundstück in der Haardstraße wurde vor etwa zehn Jahren das Wohnheim der Lebenshilfe Bad Kissingen errichtet.