Die Nüdlinger Wallfahrt nach Vierzehnheiligen steht unmittelbar bevor. Nach 2019 und über zwei Jahren Pandemiepause ist es wieder möglich diese Tradition zu pflegen. Nicht nur Ortsbürger, auch viele Auswärtige oder ehemalige Nüdlinger haben sich auf den 180 Kilometer langen Pilgerweg zur Basilika und zurück in den letzten Wochen vorbereitet.

Wie viele Teilnehmer sich nach dieser langen Pause auf den Weg machen, ist für Wallfahrtsführer Oliver Speck und seinen Stellvertreter Florian Schneider die große Frage, auf die es erst am Starttag eine Antwort geben wird.

Die Wallfahrt beginnt am Montag, 23.Mai, und steht unter dem Motto "Seht Gottes Haus auf Erden". Zunächst werden gegen 9 Uhr die Koffer und Taschen im Feuerwehrhof auf die Begleitfahrzeuge verladen. Das Hauptfahrzeug wird in diesem Jahr von Martin Renninger gesteuert, der diese Aufgabe von Franz Schäfer übernommen hat.

Um 9.30 Uhr begeben sich die Wallfahrer in die St. Kilianskirche zu einer kurzen Andacht mit Segnung. Etwa um 9.45 Uhr ziehen sie, unter der Leitung vom Wallfahrtsführer und der Musik der Wallfahrerkapelle unter der Leitung von Knut Bieber, aus der Kirche aus und wenden sich dem Ortsausgang in Richtung Leimerich zu. Der erste Tag des Pilgerwegs führt über Poppenlauer, Thundorf, Stadtlauringen und Aidhausen nach Kerbfeld, wo die Mehrzahl der Wallfahrer in Privatquartieren übernachten.

Über 50 Kilometer am Stück

Am Dienstag steht den Wallfahrern der längste Streckenabschnitt mit mehr als 50 Kilometern bevor. Es geht über Hofheim und Burgpreppach in die Haßberge. Danach geht es bei Kaltenbrunn über die Itz und somit nach Oberfranken. Eine beständige Motivation ist ab dem Maintal dann der freie Blick auf die Basilika, die dann gegen 18 Uhr erreicht wird. Unterwegs wird auch in diesem Jahr mit neuen Formen des Gebets und der Andacht Schwung in die oft etwas verstaubte Welt der Wallfahrt gebracht. Nachdem Margot Freidhof sich von der Wallfahrt verabschiedet hat, will ein Team um Monika Kunzmann, Daniela Planetosch und Barbara Keller die Kreativität von ihrer Vorgängerin zu übernehmen und weiter pflegen.

Am Mittwoch können sich dann die Wallfahrer körperlich erholen. Für die geistige Erfrischung sorgen ein Bußgottesdienst und das Wallfahreramt am Morgen, die Andacht am Nachmittag und die traditionelle Lichterprozession zusammen mit den Wallfahrern aus Simmershausen am Abend.

Am Himmelfahrtstag werden dann die Wallfahrer mit einem Gottesdienst am frühen Morgen verabschiedet. Der Rückweg erfolgt auf der gleichen Wegstrecke, nur diesmal mit Unmengen an Eindrücken im Sinn und dem ein oder anderen Souvenir im Rucksack.

Die Rückkehr der Wallfahrer nach Nüdlingen erfolgt am Freitag, 27. Mai, etwa um 20 Uhr. Hier werden dann die Pilger mit ihren Kerzen vom Wurmerich her einziehen und hoffentlich von vielen Freunden, Verwandten und anderen Nüdlinger Bürgern empfangen. In der Kirche werden dann die Ehrungen durchgeführt, bevor alle emotional aufgeladen zu ihren Familien und Freunden zurückkehren.

Wichtige Infos: Die Teilnehmer sollen keine Hartschalenkoffer verwenden. Koffer und Taschen sollten mit Namensetiketten versehen sein. Wer in den Vorjahren dabei war, sollte sein Wallfahrerkreuz mitbringen.

Kontakt: Für Fragen steht Wallfahrtsführer Oliver Speck, Tel.: 0971/690 75 zur Verfügung.red