Eon Bayern investiert in diesem Jahr 33,9 Millionen Euro in den Netzausbau in Unterfranken, wie das Unternehmen mitteilte. Mit einem Teil der Summe wird auch das Stromnetz im Altlandkreis aufgerüstet.
Ein neues 20-Kilovolt-Kabel verläuft vom Umspannwerk in Fuchsstadt über Westheim nach Elfershausen. Autofahrer konnten die Baggerarbeiten in den vergangenen Wochen von der Bundesstraße B 287 aus teilweise sehen. Im Umspannwerk selbst wird ein neuer 110-Kilovolt-Transformator installiert. Er soll die Einspeisung ins Netz unterstützen, wie Unternehmenssprecherin Esther Knemeyer Pereira auf Nachfrage erklärte.
Im Neubaugebiet in Euerdorf wird eine neue Transformatorstation für den Mittelspannungsbereich aufgestellt. In Wittershausen wird das Ortsnetz modernisiert: Die Dachständer verschwinden von den Häusern, die Leitungen werden unter der Erde verlegt. Das Netz wird wartungsfreier und die Kabel können höhere Spannungen aufnehmen, wie Knemeyer Pereira erläuterte. "Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe." Die Investition in Fuchsstadt diene dazu, überschüssige Sonnenenergie ins übergelagerte Netz einzuleiten. Alle Maßnahmen seien wegen des Ausbaus der erneuerbaren Energien notwendig. "Es ist die Hauptaufgabe geworden, das Netz zu verstärken", sagte die Unternehmenssprecherin. Der Boom sei ungebrochen, der Ausbau gehe permanent weiter.
Auch der Geschäftsführer einer Firma aus der Wind- und Solarbranche, die in der Region ein Projekt plant, erwartet gerade in diesem Jahr einen starken Andrang auf dem Markt. Momentan sei sogar eine Kapazitätsgrenze bei den verfügbaren Arbeitern erreicht.
Im Allgemeinen stellen die Betreiber von Wind- und Fotovoltaikanlagen eine Anfrage an den Netzbetreiber. Der weist ihnen dann einen Einspeisungspunkt zu. Die Entscheidung darüber, wo der produzierte Strom eingeleitet werden kann, kann ein Projekt manchmal verzögern. Die Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern ist manchmal gut und manchmal nicht, erklärte der Geschäftsführer. Das hänge davon ab, wo man sich befinde. In seinem Fall habe er Glück gehabt.