Die "Fahnenpaten" hatten mit ihren Spenden die Finanzierung von 30 neuen Fahnentüchern erst ermöglicht. Einer von ihnen ist Dieter Hein. "Von meinem Fenster aus sehe ich die Burg. Mit Fahnen wirkt sie viel einladender", erklärt er sein Engagement. Eine Burg ohne Fahne wirke irgendwie leblos, sagte Werner Vogel, Vorsitzender des Heimatvereins Botenlauben. Fahnen seien im Mittelalter mehr als Schmuck gewesen, in einer Welt, in der nur die wenigsten lesen und schreiben konnten, waren sie unerlässliches Erkennungszeichen. Deshalb zeigte er sich erfreut, dass nach mehr als einem Jahr der Henneberger Doppeladler wieder über der Stadt zu sehen ist.

Vandalismus und der Zahn der Zeit hatten die alten Fahnenmasten unbrauchbar gemacht. Weil der Höhenwind binnen einen Jahres die Fahnen zerreißt, waren auch die Fahnentücher des Heimatvereins aufgebraucht. Deshalb hatte der Verein um Spenden für Botenlaubenfahnen geworben und die "Aktion Fahnenpaten" gestartet. 15 Spender und Sponsoren waren auf diese Weise zusammengekommen. Diese hatten die Hälfte der Kosten von rund 3500 Euro aufgebracht. Die Vertreter der Stadt Bad Kissingen und des staatlichen Bauamts hatten zudem für neue Fahnenmasten gesorgt. Als bleibende Erinnerung wird eine Tafel mit den Namen der Fahnenpaten am Mauerring des Aussichtsturms angebracht. kwv