50 Jahre gibt es das Senioren- und Pflegeheim Sankt Elisabeth. Für Ralf Grosch, Heimleiter von Burkarduswohnpark und Sankt Elisabeth, ist das nicht nur ein Grund, auf die Vergangenheit des Hauses zu schauen, sondern auch darauf, wie sich die Einrichtung weiterentwickelt. Denn: "Es wird weitere Umbauten geben, aber über ungelegte Eier soll man nicht sprechen", erklärte Grosch.

Wann die Geschichte des Hauses genau begann, lässt sich nur schwer definieren. Mit Blick auf die Geschichte der Kongregation der Elisabethinerinnen könnte die Geschichte schon 1947 in Breslau, dem früheren Stammsitz der katholischen Schwestern begonnen haben. Fakt jedoch ist, dass die Schwestern 1962 das alte Bürgerspital übernommen haben, das bis dahin von der Hohmann-Hemmerichschen Bürgerspitalstiftung als Altenheim mit 13 Plätzen geführt worden war.
Die Kongregation übernahm nicht nur die Aufgaben und das bestehende Haus, sondern auch ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem heute - zwischen Salinen- und Hemmerichstraße - das Alten- und Pflegeheim Sankt Elisabeth steht.

Rund 20 Jahre nach Übernahme durch den Orden entstand in den Jahren 1984/85 ein neuer Gebäudekomplex. Seit damals gibt es die noch gebräuchlichen Begriffe "Neubau und Altbau" für den vorderen und hinteren Teil des Hauses. Nach weiteren 20 Jahren folgte schließlich eine weitere Renovierung, die den Neubau und einen Teil des Altbaus betraf. Dort gibt es auch "neue" Bewohnerzimmer, im vierten Stock sind alle Bewohnerzimmer neu, auch im Altbau. Fast zeitgleich mit dem Abschluss der Sanierung ging auch die Ära der Betriebsführung des Hauses durch die Elisabethinerinnen zu Ende.

Viele ehrenamtliche Helfer

Während die Immobilie von der Diözese übernommen wurde, ging die Betriebsführung der Pflegeeinrichtung auf die Caritas-Einrichtung in Würzburg über. Ralf Grosch sprach den zahlreich anwesenden Elisabethen-Schwestern für ihr Wirken seinen Dank aus. Viele Ehrenamtliche helfen in der Einrichtung, und die hauptamtlichen Mitarbeiter sind über Jahrzehnte, zum Teil "familienübergreifend" dort tätig.

Georg Sperrle, Geschäftsführer der Caritas Würzburg sagte, dass die Pflege heute eine sehr hohe Bedeutung habe. Mit geschätzten vier Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2050 habe man dann doppelt so viele Pflegefälle wie heute. Schon jetzt fehlten in einigen Regionen Altenpfleger. Bis zum Jahr 2025 dürfte ein Mangel von mehr als 150.000 Pflegekräfte prognostiziert werden. Sperrle ist überzeugt davon, dass Altenpfleger ein schöner, aber anspruchsvoller Beruf ist: "Eigentlich schon mehr eine Berufung als ein Beruf und schon gar kein Job.