In der Zeit vom 16. bis 28. September wird die Rhönkaserne in Wildflecken Schauplatz der groß angelegten Nato-Übung "Peregrine Sword", die vom ersten Deutsch-Niederländischem Korps in Münster geleitet wird. Nach dem Motto "Kooperation sollte beginnen, bevor man in einer Krisensituation aufeinander trifft" trainieren die Soldaten die internationale Zusammenarbeit bei Auslandseinsätzen.

Die Übung wird nicht nur auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken, sondern auch zum Teil im zivilen Gelände stattfinden. Dafür hat das Militär die Georgi-Kurhalle für zwei Wochen angemietet. "Auswärtiges Amt, Technisches Hilfswerk, niederländisches Außenministerium und Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen", nannte Thorsten Schwiering vom ersten Deutsch-Niederländischem Korps nur einige zivile Akteure, die in der Georgi-Halle ihre Zentrale aufschlagen, als er "Peregrine Sword" im Stadtrat vorstellte.

"Wir wollen die Übung so realistisch wie möglich gestalten, deshalb binden wir das zivile Umfeld mit ein", erklärte Schwiering den immensen Aufwand.
In den umliegenden Orten muss mit starkem Patrouillenaufkommen tagsüber und auch nachts gerechnet werden. Der Markt Wildflecken weist darauf hin, dass die eingesetzten Soldaten bewaffnet und teilweise vermummt sein können. Außerdem sind Rollenspieler in Zivilbekleidung involviert.