Der jugendliche Elferrat war gemäß dem Motto "Sträflinge, die aus der Schule ausbrechen" in passend gestreiftem Kostüm erschienen.

"Ich habe Spaß, die Leute zu unterhalten", verrät die Zwölfjährige Sarah Schmitt. Zusammen mit ihrer gleichaltrigen Freundin Annika Graser hat sie nicht nur für die gemeinsame Bütt "Traumboy gesucht" seit drei Wochen eifrig geprobt, sondern sich auch seit einem Dreivierteljahr in der Nachwuchsgarde der Wildcats für den Garde- und Showtanz mit regelmäßigem Training fit gehalten. "Ein wenig Lampenfieber hat man schon vor den Auftritten", bestätigt Annika. Doch weiß sie sich bei Mutter Astrid Graser in guten Händen: Trainiert diese doch die Nachwuchsgarde zusammen mit Francesca Catoni.

Der Aufwand von täglich einer halben Stunde Freizeit für die Vorbereitung zur Büttenrede und wöchentlich zwei Stunden Tanztraining lohne sich, sind sich die beiden Freundinnen aus Aura einig. Beide besuchen die Realschule, jedoch nicht am selben Ort. So finden sie wenigstens bei den Proben für ihre Karnevalsauftritte die Zeit für gemeinsames Beisammensein. "Närrische Aktivität ist empfehlenswert", meint Annika. Es erhöhe das Selbstwertgefühl und biete ein weites Feld für gute Kameradschaft. "Ich spiele in meiner Freizeit auch gerne Fußball, fahre Inliner und bin Stammgast im Freibad Aura", bestätigt Annika.

Über so viel jugendliches Engagement ist auch der ehemalige Sitzungspräsident der Erwachsenen Andreas Troll begeistert. "Ich liebe die frei heraus geäußerte Spontaneität und die tolle Willenskraft dieser Kinder und Jugendlichen. Sie machen den Fasching in Aura lebendig", spendet Troll närrischen Zukunftsträgern ein dickes Lob. Mit Schrecken erinnere er sich an jene Zeit aus den späten 80er Jahren, als der Karneval in Aura einzuschlafen drohte.