In einem markierten Areal auf dem Parkplatz am Ortseingang wurde bei der offiziellen Eröffnung der Wege auf die Einhaltung der geltenden Auflagen wie Maskenpflicht, Abstände, Kontaktdaten geachtet. 2. Bürgermeisterin Sybille Büttner, die die Bänkleswege mitinitiiert hatte, erklärte den Anwesenden die Idee, die in der KOMBINE-Arbeitsgruppe in Rannungen entstanden ist: Personen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen kaum noch Spaziergänge machen konnten, haben nun die Möglichkeit sich auf den beiden Bänkleswegen im Freien zu bewegen, weil sie in überschaubaren Abständen eine Ausruhbank erreichen können. Die Gemeinde Rannungen ist Modellkommune für die "Kommunale Bewegungsförderung zur Implementierung der Nationalen Empfehlungen (KOMBINE). Die Bänke stehen in einem Abstand 250 bis 800 Metern.

Möglich wurde die Anschaffung der Bänke, der Beschilderung und des Kartenmaterials durch das sogenannte Regionalbudget, welches im März 2020 über die Allianz "Schweinfurter Oberland" beantragt wurde. Trotz der durch die Korona-Pandemie bedingten Verzögerungen in den einzelnen Arbeitsschritten, konnten 15 neue Bänke angeschafft und durch ehrenamtliche Helfer aufgestellt werden. Rannunger Rentner halfen auch beim Montieren von Hinweisschildern. Darauf ist zu lesen, wie viele Meter es bis zur nächsten Bank sind. Bauhofmitarbeiter Peter Memmel habe sich bei der Umsetzung "mit Herzblut" sowohl dienstlich, als auch in seiner Freizeit engagiert, betonte Sybille Büttner. Durch das Quartiersmanagement in Rannungen und regional ansässige Dienstleister wurde die Beschilderung entlang der Wege und das Kartenmaterial in der Ortsmitte geplant und erstellt. Der längere der beiden Wege erstreckt sich auf 5,8 Kilometer, während der kürzeste mit einer Abkürzung nur 2,1 Kilometer lang ist. In der Ortsmitte sowie jeweils am Anfang der Bänkleswege finden Interessierte eine Übersichtskarte.

Für alle Teilnehmenden der Eröffnungsfeier stiftete die Gemeinde Getränke, Kaffee und Kuchen zum Mitnehmen an verschiedenen Bänken - das motivierte jedes Alter sich auf den Weg zu machen.

Der Spaß kam auch für die Kinder und Jugendlichen nicht zu kurz, weil sie ihre eingangs erhaltenen Stempelkarten bei den Bänken abstempeln lassen konnten und anschließend gegen gesponserte Geschenke der Rannunger Raiffeisenbank umtauschen konnten.