"Darf der Hase Hans wirklich frei auf dem Bauernhof in Kleinwenkheim spazieren gehen?" und: "Hat Bauer Andreas Schlembach - wie von einem Mitschüler fest behauptet - tatsächlich auch Schweine?" Das und vieles mehr waren die zentralen Fragen und Interessen für den Besuch der Grundschulstufe G-Nord der Herbert-Meder-Schule Unsleben auf dem Biobauernhof in Kleinwenkheim.

Zuvor bekamen die Schülerinnen und Schüler der Förderschule Besuch aus der Landwirtschaft. Eine Woche lang stand der mobile Hühnerwagen des Bauern auf dem Schulgelände in Unsleben und die Schülerinnen und Schüler mussten sich um das "liebe Federvieh" kümmern. Da wurde gefüttert, gestreichelt und an jedem Morgen die Eier eingesammelt.

Nun ging es zum "Gegenbesuch" auf das landwirtschaftliche Anwesen des Bauern in Kleinwenkheim, denn im Unterricht ist das Schwerpunkthema Bauernhof fest im Jahresplan verankert. Für die Kinder aus der Förderschule war es wichtig, das Gelernte nun auch mit allen Sinnen zu erfahren und zu begreifen.

Von hungrigen und deshalb blökenden Schafen wurden die acht Kinder und ihre Betreuerinnen und Betreuer empfangen. Tatkräftig unterstützten die kleinen Gäste Bauer Andreas bei der Arbeit. Sie füllten die Futterraufen im Schafstall mit frischem Gras und die Kaninchen bekamen frisches Stroh, bevor es zum riesigen Hühnerwagen im Freigehege ging. "Streue Körner, sammle Eier!", so der Arbeitsauftrag der Schülerinnen und Schüler im und um den großen mobilen Hühnerwagen. Vorsichtig wurden die Eier in die Kartons gelegt und - das wollten die Pädagogen so - dabei auch abgezählt. Genau 34 Eier wurden gesammelt und durften als Geschenk mit in die Schule genommen werden. Für die Schülerinnen und Schüler hatte der Landwirt immer einen Hasen oder ein Huhn auf dem Arm, das sich geduldig und scheinbar furchtlos streicheln ließ.

Probefahrt mit dem Traktor

Natürlich interessierten sich die Gäste auch für den großen Traktor mit der Strohpresse auf dem Hof. Aufsteigen und Probesitzen für alle war angesagt. Im Hofladen des Biobetriebs versorgten sich alle mit Apfelringen und Keksen, die zusammen mit den Eiern bei der Schulhausübernachtung danach verzehrt wurden. Auf dem hofeigenen Spielplatz gab es für jeden ein echtes Bauernhofeis, bevor die Schülerinnen und Schüler wieder in die Busse stiegen.

Bauer Andreas hat übrigens tatsächlich auch zwei Schweine für den Eigenbedarf und den Hasen Hans auf seinem Biohof. Und der Hase hat wirklich Freigang, den ganzen Tag über. Jeden Abend kommt er zurück und legt sich zum Schlafen vor den Hasenstall, wo die Hasenmama wohnt.red