Der Name hat sich in all den Jahren geändert, der Spaß aber nie. Die Fränkischen Tage des TSV Thundorf gehen auf das Jahr 1977 zurück. Damals wurde das erste Mal eine "Bayrische Woche" jedes Jahr rund um das Münchner Oktoberfest mit einem großen Programm gefeiert. Dabei kamen die Gaumenfreuden ebenso wie das geistige und kulturelle Angebot nicht zu kurz. Mit der politischen Wende und Einheit Deutschlands wurde am 3. Oktober immer ein politischer Frühschoppen vom örtlichen CSU Ortsverband mit namhaften Politikern aus Bayern und Thüringen abgehalten. Die "Bayrische Woche" wurde schließlich bei einer Generalversammlung auf Antrag des inzwischen verstorbenen Altbürgermeister Felix Braun namentlich geändert. "Wir sind doch in Franken, deshalb Fränkische Woche", lautete sein Antrag. Von nun an hieß die Veranstaltung zwei Jahre lang "Bayrisch-Fränkische Woche" bis sie letztendlich nur in "Fränkische Woche" und in den letzten zwölf Jahren in "Fränkische Tage" umgetauft wurde. So feierte der TSV Thundorf am vergangenen Wochenende seine 41. Veranstaltung, die mit einem zünftigen "Kesselfleischessen" begann. Helfer hatten zwei Kessel am Sportheim geschürt und das Fleisch kam traditionell direkt vom Kessel auf den Tisch. Nebenan im Festzelt fand um 20 Uhr ein Heimspiel des Dartclubs "DC Edelherb 69 Thundorf" gegen "Wechem 46ers I Großwenkheim" statt.