"Julius vor der verschlossenen Himmelstür" war ein Skandal. Erasmus von Rotterdam widmete sich in dieser Satire aus dem Jahr 1513 dem gerade verstorbenen Papst Julius II. Das Kirchenoberhaupt erwartet natürlich, mit Pauken und Trompeten im Himmel willkommen geheißen zu werden, es kommt aber anders. Die Litera(n)ten Bärbel Fürst, Jens Müller-Rastede und Bernt Sieg werden zum Reformationstag am Dienstag, 31. Oktober, die Geschichte um Julius II in einer szenischen Lesung zum Leben erwecken. Und nicht nur die. Einlass in den Gewölbekeller des Bayerischen Hofes ist um 18 Uhr, Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Bereits während der Ausstellung "Leben nach Luther" im Frühjahr dieses Jahres im Heimatspielhaus hatten sich die Litera(n)ten unter dem Titel "Wenn ich wüsste..." der Reformation gewidmet. Das werden sie nun zum eigentlichen Reformationstag noch einmal tun. Zu erleben gibt es zudem markige Sprüche von Martin Luther selbst und eine eine Tischrede, in der Katharina von Bora dem berühmten Reformator ordentlich die Leviten liest. Christine Brückner hat diese Rede Luthers Ehefrau in den Mund gelegt. Martin Luther und die Einführung der Buchhaltung ist ein Text von Dieter Forte, der bei der szenischen Lesung aufgeführt wird. Mit dabei sind auch wieder die Liedertanten Sabine Häring und Detlev Beck, deren Lieder das Thema Reformation unterstreichen werden. In der Pause gibt es Ablass zum halben Preis.