Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von knapp vier Millionen Euro hat die Stadt Münnerstadt bei der Regierung von Unterfranken angemeldet und entsprechend in den Haushalt eingestellt. Nach der momentanen Planung werden es im Jahr 2023 noch einmal rund 2,3 Millionen Euro und ein Jahr später 1,6 Millionen Euro sein. Weil die Bedarfsmitteilung jedes Jahr neu erstellt wird, sind Änderungen möglich. Nicht mehr enthalten sind geplante Sanierungen, deren Umsetzung derzeit eher unrealistisch erscheint.

Studien über die Machbarkeit

"Wir wollen über Machbarkeitsstudien ein paar Dinge angehen", sagt Bürgermeister Michael Kastl dazu. Anderes, wie beispielsweise die Erweiterung des Bayerischen Hofes um die Häuser Marktplatz 10 und 11, ist nicht mehr drin. "Das heißt aber nicht, dass wir es nicht vielleicht in vier Jahren machen können", sagt das Stadtoberhaupt. Über viele Jahre war der geplante Umbau in der Bedarfsmitteilung, ohne dass tatsächlich etwas passiert ist. "Wir haben Dinge aufgenommen, die tatsächlich im Fokus sind und entscheidungsreif wären."

Weiter gehen soll es in diesem Jahr mit der Umgestaltung des Jörgentorparks in einen Freizeitpark. Dafür soll ein landschaftsplanerischer Wettbewerb ausgerufen werden. 150 000 Euro sind dafür vorgesehen. Ebenfalls in die Planungsphase geht die Neugestaltung des Marktplatzes einschließlich der vorhandenen Transversale Riemenschneiderstraße, Veit-Stoß-Straße und Vorfeld Oberes Tor einschließlich eines öffentlichen Beteiligungsverfahrens. Dazu soll ein Realisierungswettbewerb stattfinden, für den 120 000 Euro vorgesehen sind. Machbarkeitsstudien sind ebenso für die Grube und für das Areal altes BBZ mit ehemaliger Landwirtschaftsschule und Hallenbad geplant.

Ein wichtiges Vorhaben ist die Errichtung einer Fußgängerspange von der Inneren Lache zur Altstadt. Diese Spange führt über den Innenhof des früheren Jugendhauses am Dicken Turm. Einen Teil davon hat die Stadt erworben. Der Innenhof soll zusammen mit der Carl von Heß'schen Sozialstiftung, die das Jugendhaus in ein Betreutes Wohnen umbaut, neu gestaltet werden. Die Stadt plant für die Spange 500 000 Euro in diesem Jahr und 1,6 Millionen Euro im nächsten Jahr ein.

Für die barrierefreie Neugestaltung der Kapellengasse sind in diesem Jahr 150 000 Euro vorgesehen. Der Stadtrat hat sich kürzlich mit dem Thema befasst. Der erste Bauabschnitt für die Umgestaltung des Jörgentorparks ist auch schon enthalten. 300 000 Euro sind für den Spiel- und Mehrgenerationenbereich eingeplant.

Das Reißmannhaus am Marktplatz wird von der Bürgergenossenschaft Münnerstadt saniert. Die Stadt ist über die Städtebauförderung mit im Boot. 150 000 Euro sind in diesem Jahr vorgesehen, im nächsten Jahr noch einmal 200 000 Euro. Schließlich sind in diesem Jahr noch die Gestaltung des Parkplatzes auf dem Jägergrundstück einschließlich Zufahrt vom Bahnhof her (knapp zwei Millionen Euro) und die Neugestaltung des Parkplatzes Innere Lache (450 000 Euro) auf dem Plan.

Die Bedarfsmitteilung enthält auch Vorhaben, die erst in den Folgejahren angestoßen werden. Dazu zählen im Jahr 2023 unter anderem ein städtebaulicher Rahmenplan mit Entwicklungs- und Neuordnungskonzept für das Quartier Riemenschneiderstraße, Schwesterngasse, Kirchplatz/Kirchgasse (20 000 Euro), eine Machbarkeitsstudie für die Zehntscheune mit Umfeld (75 000 Euro), der Zuschuss für die Sanierung eines Einzeldenkmals am Anger (200 000 Euro), eine Machbarkeitsstudie für den Bahnhof (40 000 Euro) und die Neugestaltung des Parkplatzes am Bahnhof (250 000 Euro).

Marktplatz auch schon drin

Für das Jahr 2024 ist die Umgestaltung des Marktplatzes mit rund 1,4 Millionen Euro aufgenommen worden. Ob das umgesetzt werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Auch die Neugestaltung der Riemenschneiderstraße und Veit-Stoß-Straße ist mit zwei Millionen Euro im Plan, allerdings ohne Zeitbezug. Für das Jahr 2025 hat die Stadt noch keine Vorhaben angemeldet. Das wird dann mit den neuen Bedarfsmitteilungen aktualisiert. Im Jahr 2024 werden die Kosten für die Sanierungs- und Bauberatung und für das Kommunale Förderprogramm für die Jahre 2024 bis 2026 neu beantragt. Beides soll Hauseigentümern in der Altstadt bei geplanten Sanierungen unterstützen. Diese Möglichkeiten sind schon bisher gut genutzt worden.