Der Verein Dorfgemeinschaft (DG) Thundorf hat weiterhin wenig Verständnis für die Nutzungseinschränkungen für die von ihr betreute Festhalle. Es geht um vom Landratsamt verhängte Verbot von Privatfeiern in der Zeit von 22 bis 6 Uhr. Das Landratsamt weist die Vorwürfe dagegen zurück, weil es durch private Veranstaltungen trotz Auflagen zu nächtlichen Ruhestörungen gekommen sei.

Auch in der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde dieses Thema heiß diskutiert. Es steht im Raum, ob der Verein den Mietvertrag mit der Gemeinde aufkündigen soll; die Ehrenamtlichen sind frustriert wegen der Schwierigkeiten und Probleme, die die Hallenvermietung bisher mit sich brachte.

Der Vorstand wehrt sich auch gegen den Vorwurf, wonach dieser nichts unternommen habe, den Konflikt mit den Nachbarn zu entschärfen. Hier verwies der Vorstand auf erhöhte Auflagen für die Mieter, die drastische Reduzierung der privaten Feiern oder die Verlagerung der Parkplätze, um nur einige Maßnahmen zu nennen. Da auch zehn andere Ortsvereine Mitglied in der "Dorfgemeinschaft" sind, gaben einige Vereinsvertreter zu bedenken, ob die Dorfgemeinschaft nach einem Ausstieg aus dem Mietvertrag noch attraktiv genug für ihre Mitglieder bleibt. Der Verein könne zwar seinen Satzungsauftrag weiter erfüllen, es sei aber zu befürchten, dass angegliederte Vereine dann ihren Austritt aus der DG beschließen würden. Eine endgültige Entscheidung soll in einer Vorstandssitzung fallen, hieß es.