Eine Hüfte war gebrochen und die rechte Vorderpfote hatte er in einer Schlagfalle eingebüßt. In der Wannigsmühle hat er sich Stromer dann zum Schmusekater entwickelt.
Ein Jahr später ist "Stromer" vermittelt worden. "Ein richtig schönes und liebevolles Zuhause", erinnert sich Ursula Boehm. Trotzdem brannte der Kater durch und kehrte ganz allein ins Tierheim zurück. "Er ist der Meinung, dass hier sein Zuhause ist, deshalb lehnten wir immer eine weitere Vermittlung von Stromer ab", erklärt die Leiterin. Interessenten gab es genug. Kurz nach dem Sommerfest Anfang August war Stromer dann plötzlich spurlos verschwunden, alle Suchaktionen verliefen ergebnislos.
Da er sich nie weit vom Tierheim entfernte, meistens hielt er sich im Hof oder auf der Wiese vor dem Tierheim Wannigsmühle auf, vermuteten die Tierheim-Mitarbeiter, dass jemand, nachdem eine Vermittlung abgelehnt wurde, "Stromer" kurzer Hand einfach mitgenommen haben