Im Auftrag der Verwaltungsstellen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön zeigt der Naturfotograf Jürgen Holzhausen Bilder von schützenswerten heimischen Haustierrassen. Bei der Vernissage spendeten prominente Regionalpolitiker dafür nachdrücklich Beifall. Die Ausstellung ist den ganzen Sommer über täglich zu besichtigen.
Passend zum Thema findet am Sonntag, 14. Juni, auf dem Gelände des Freilandmuseums ein Tag der alten Haustierrassen statt. Viele heimische Halter werden ihre Tiere präsentieren, darunter Schafe, Ziegen, Tauben und Bienen. Ein Kinderprogramm rundet das heimatkundliche Angebot ab.

27 gefährdete Rassen

Hintergrund der Ausstellung ist ein Projekt der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen, die das Vorkommen alter Rassen in den deutschen Biosphärenreservaten untersucht hat. In der Rhön wurden die Experten in besonderem Maße fündig: Hier sind 27 gefährdete Nutztierrassen belegt. Diese Artenvielfalt soll nach dem Willen des Biosphärenreservats Rhön erhalten und der Bestand dieser Tiere in der Region möglichst vergrößert werden.
"Unsere Fotoausstellung will die Schönheit und den Wert dieser alten Rassen verstärkt in den Blickpunkt rücken", sagt Julia Rösch von der Bayerischen Verwaltungsstelle, Koordinatorin des Projekts. Zusammen mit dem Fotografen hat sie einige Halter der alten Rassen in der Rhön besucht. 39 Bilder von Holzhausen zeigen die Tiere und ihre Halter.
Der Präsident des Bezirkstags Unterfranken Erwin Dotzel (CSU) dankte den Organisatoren und dem Fotografen für ihre heimatkundliche Arbeit. Er verspricht sich von der Ausstellung wertvolle Impulse für die Haltung solcher seit Jahrhunderten bewährter Haustiere. "Vielleicht kommen jetzt weitere Landwirte und Privatpersonen auf die Idee, sich diesen Tieren zuzuwenden."

Ein Rhöner Kind

Der Fotograf Jürgen Holzhausen, der in Weisbach in der Rhön geboren wurde, war viele Jahre als Naturschutzwart und Mitarbeiter des Biosphärenreservats Rhön tätig und ist seit März 2012 im "Unruhestand". Er wohnte selbst auf einem Bauernhof, hat als Kind Kühe gehütet, hält seit seiner Jugend mit Begeisterung Hühner und seit diesem Jahr Fränkische Landgänse. Es ist daher nicht verwunderlich wenn er bekundet: "Die Lokaltermine bei den Tierhaltern haben mir viel Freude bereitet." Oliver Schmidt
red