Blaulicht und Martinshorn kündeten sie an, die Feuerwehrtruppe mit dem Drehleiter-Fahrzeug, einem Mannschafts- und einem Gerätewagen. Derweil harrten die Schüler der höheren Klassen oberhalb des Pausehofes der Dinge, die da kommen sollten, und die Kinder der Grundschule verfolgten von außerhalb des Schulgeländes das Geschehen.

Übungsleiter Robert Müller, der die Übung vorbereitet hatte, sagte, dass die Wehr die beiden jährlich vorgeschriebenen Evakuierungsübungen zu Werbezwecken für die Jugendfeuerwehr nützen könne. Die 15 Mann starke Truppe auf dem Pausehof bestand aus 13 Schichtarbeitern und zwei Mitgliedern des Bauhofes. Mit von der Partie waren auch einige Floriansjünger aus Reichenbach und Burghausen, darunter auch der Kommandant der Burghäuser Wehr, Dominik Kuhn.

Zur Demonstration einer Rettung mit der Drehleiter stellte sich Maximilian Müller aus der Klasse 8b zur Verfügung. Er ist Mitglied der Münnerstädter Jugendfeuerwehr und bewies vor versammelter Schulgemeinde Mut, als er sich aus einem Fenster im ersten Stock mit der Drehleiter retten ließ. In dem Zimmer war ein Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung simuliert worden. "Während der Rettungsaktion hatte ich keinerlei Angst, es war ja auch nur kurz", sagte er, als er vor seinen Rettern Udo Gebert und Franz Josef Wolf auf der Erde stand. "Wenn die Aktion mit der Drehleiter soweit gelungen ist, übergeben wir im Ernstfall den Geretteten an die Rotkreuz-Helfer", erklärte Gebert.

An den Fahrzeugen erläuterten Reinhold Heppt und stellvertretender Kommandant Florian Heidenreich die Gerätschaften, mit denen die Wehrleute arbeiten und beantworteten Fragen der Schüler. Einen Einblick in das Innenleben der Münnerstädter Feuerwehr gab schließlich Kommandant Markus Müller anhand einer Powerpoint Präsentation für alle Schülerinnen und Schüler ab dem 12. Lebensjahr, wobei er ergänzend zur Rettungsaktion mit der Drehleiter auch einen "Innenangriff in verrauchten Räumen" darstellte.