Noch in diesem Jahr sollen die ersten Teilbereiche abgeschlossen und auch abgerechnet werden, für die dann die Mehrwertsteuersenkung gilt. Es ist davon auszugehen, dass bis Jahresende der Kreuzungsbereich in drei Richtungen und die Stadtgasse wieder befahrbar sind. Im dritten Bauabschnitt wird dann das Unterland (Richtung Burglauer) hergerichtet.

Allerdings lassen sich manche Autofahrer auch jetzt nicht von den Umleitungsschildern davon abhalten, durch die Baustelle zu fahren. Ein Ärgernis für Steffen Kiesel. "Wir geben viel Geld für die Umleitungen aus", sagt er. Manchmal werden Baustellenfahrzeuge sogar von Privatautos behindert.

Abgesehen davon läuft es rund bei den Bauarbeiten in Reichenbach. Insgesamt rund 3,2 Millionen Euro kostet der Ausbau der Ortsdurchfahrt, wobei gut 1,5 Millionen Euro vom Landkreis für die Fahrbahn und Angleichungen getragen werden. Rund 850 000 Euro zahlt die Stadt Münnerstadt für den Gehwegausbau, die Arbeiten an den Abwasserkanälen schlagen mit 666 000 Euro beim Abwasserzweckverband Saale-Lauer zu Buche. Der Ausbau wird nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gefördert.

Für die Pflasterung des Gehwegs im neu hinzugekommenen Teilbereich gibt es allerdings keine Förderung. "Da sind wir zu früh dran", sagte Michael Kastl bei der Sitzung. Wenn die Stadt über ein Gemeindeentwicklungskonzept verfügt, könnten solche Vorhaben in den Stadtteilen künftig vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden.