"Total toll", sagt Bürgermeister Michael Kastl (CSU) als er von der Tribüne in die hell erleuchtete Sporthalle blickt. "Das ist ein Statement der Stadt Münnerstadt, die Halle könnte genauso gut in Würzburg oder in Nürnberg stehen." Auch Stefan Richter habe gesagt, dass er noch nie so eine Halle gesehen hat. Und dabei stammt der neue Klimaschutzmanager der Stadt aus Bochum. Michael Kastl ist rundherum zufrieden, vor allem auch, wenn er auf den Zeit- und Kostenplan schaut.

"Wir sind im Zeitplan", sagt er. "Wir rechnen damit, dass die Arbeiten Mitte September abgeschlossen sind." Mit Schuljahresbeginn können die Schülerinnen und Schüler die Halle wieder für den Sportunterricht nutzen und der TSV Münnerstadt kann den Trainings- und Spielbetrieb wieder aufnehmen. "Das einzige, was ein paar Tage länger dauern kann, ist der Außenbereich", sagt der Bürgermeister. Da seien noch ein paar Dinge zu erledigen. Aber auch der Vorplatz, der ja in der ursprünglichen Sanierungsplanung gar nicht integriert war, werde zeitnah fertig. Der Zugang zur Halle sei aber problemlos möglich.

Nur leicht überschritten

Die Generalsanierung liege tatsächlich auch im Kostenplan, sagt Michael Kastl. "Wir freuen uns, dass es in der aktuellen Situation - wo Kosten für Baumaterial wahnsinnig gestiegen sind und viele Dinge gar nicht mehr verfügbar sind - gelungen ist, trotzdem im Zeit- und Kostenplan zu bleiben." Alles in allen werde die Sanierung wohl rund 300 000 Euro teurer, wobei einige Dinge zusätzlich erledigt worden sind, die ursprünglich ebenfalls nicht im Plan waren. Das betrifft beispielsweise die beiden Zugänge zur Halle vom Spielfeld aus und von der Tribüne.

"Wir können wirklich glücklich darüber sein, dass wir in diesen schwierigen Zeiten so gut rauskommen." Und daran werde sich auch nicht mehr ändern. Denn sämtliche Materialien, die noch gebraucht werden, stehen bereits zur Verfügung. Die voraussichtlichen reinen Baukosten steigen also von rund 7,26 Millionen Euro auf rund 7,56 Millionen Euro, einschließlich der Baunebenkosten betragen die Kosten voraussichtlich knapp unter zehn Millionen Euro.

Auch wenn es sich um eine Generalsanierung handelt, wo Änderungen für nicht nötig erachtet wurden, blieben sie auch aus. Das betrifft beispielsweise einen Teil der Boden und Wandfliesen, vor allem im Bereich der Umkleidekabinen. Da sind derzeit die Arbeiten noch voll im Gange.

Während die Terrasse der Gaststätte "Meteora" kurz vor Wiedereröffnung der Gaststätten hergerichtet wurde, muss zunächst erst einmal ein Bauzaun als Abgrenzung reichen. Die Einfriedung der Terrasse fällt in den Aufgabenbereich des TSV Münnerstadt, der ja die Gaststätte verpachtet hat, sagt Michael Kastl. Aber auch das sei die Stadt im Boot. Denn die Einfriedung soll natürlich zur Halle passen. Vorgesehen ist eine Konstruktion aus Stahl und Glas. Den gestalterischen Mehraufwand wird die Stadt Münnerstadt tragen.

Vorplatz ist schwierig

Die Gestaltung des Vorplatzes, dessen Sanierung ja ursprünglich nicht dabei war, sei äußerst anspruchsvoll, sagt der Bürgermeister. "Der Knackpunkt ist das Oberflächenwasser." Dieses abzuleiten, wird nicht einfach. Ursprünglich sollten die Arbeiten vom Städtischen Bautrupp ausgeführt werden. Wegen der Probleme haben die Verantwortlichen nun eine Firma vor Ort gebeten, dafür ein Angebot abzugeben. Der Stadtrat wird dann darüber entscheiden. Bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montag, 12. Juli, wird es um 18 Uhr eine Ortseinsicht in der Dreifelderturnhalle geben.