"Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten". Unter diesem Motto stand die erste Thundorfer Pflanzenbörse statt. Mit Herzblut und passend zur Pflanz- und Tauschbörse war die Dekoration auf dem Kirchplatz, in der Festhalle und im Brauhausgarten angebracht, dafür verantwortlich waren Sigrid Hotaling und ihr Team .

Nur zwei Männer dabei

Die Pflanzen wurden vorwiegend von Frauen ausgestellt, nur zwei Männer waren dabei. Einer war der 80-jährige Konrad Hofmann aus Rannungen. Das Korbflechten hat er schon in jungen Jahren von seinem Vater gelernt. Dazu besuchte er auch einige Seminare in der Volkshochschule.
"Früher waren es ausschließlich Körbe, die braucht man aber heutzutage nicht mehr. Deshalb habe ich mich umgestellt auf Korbschmuck, Vogelhäuschen oder Weidensterne", erzählt Hofmann und fügt noch an: "Solange es mir Spaß macht, sehe ich eine sinnvolle und kreative Freizeitbeschäftigung bei diesem Hobby."
Der zweite männliche Aussteller war Altbürgermeister Anton Bauernschubert, der für diese Börse insgesamt 160 Stockrosen, Trichterwinde und Kapuzinerkresse ausgesät und pikiert hat. Mehr als die Hälfte davon wurden gegen eine Spende für den Kindergarten abgesetzt. Bauernschubert, der als Zweiter Vorsitzender der ausrichtenden Dorfgemeinschaft in die Organisation eingebunden war, zollte Sigrid Hotaling großes Lob für die Idee.

Gut vorbereitet

"Die Veranstaltung war gut vorbereitet, und die Dekoration des Festgeländes war gelungen und wurde von den Gästen anerkannt", sagte er. Bauernschubert weiter: "Für das erste Mal können wir zufrieden sein, trotz der zahlreichen Feste in der Umgebung."

Nachschub geholt

Zufrieden war auch Sigrid Hotaling: "Die Pflanzenbörse kam gut an, es waren auch sehr viele Nachfragen, ob diese Veranstaltung nächstes Jahr wieder stattfinden würde." Irene Reuss musste sogar daheim Nachschub holen, nachdem ihr Stand fast abgeräumt war. Auch die anderen Aussteller waren zufrieden und überrascht, dass sie doch soviel verkauft haben.
Um im nächsten Jahr die Besucherzahl zu steigern, soll die Werbung mit Flyern verstärkt werden. "Allerdings ist die Mundwerbung die wichtigste, und durch den guten Verlauf beim ersten Mal, dürfte dazu schon der Anfang gemacht worden sein", sagte Hotaling.