So viele Autos rollten am 11. Dezember von der Ludwigstraße in Richtung der Poppenläurer Festhalle, dass sogar die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils vor Ort war, um den Verkehr zu regeln. Die Insassen wollten sich alle eine Corona-Spritze verpassen lassen. Handzettel hatten Einwohner der Gemeinde auf den Impftermin aufmerksam gemacht. Die Gemeinschaftspraxis Bettina und Dr. Uwe Born (Poppenlauer) und Dr. Diethard Dittmar (Maßbach) impften. Organisiert hatten das die Marktgemeinderäte Diethard Dittmar, Felix Neunhoeffer, Susanne Ziegler, Winfried Streit , Thorsten Ort und Achim Bieber. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Poppenlauer und andere freiwillige Helfer unterstützten.

Um 9 Uhr sollte es eigentlich losgehen, doch schon lange vorher standen die Autofahrer, viele mit Beifahrern, Schlange. Sie ließen sich zunächst registrieren, und nach dem Papierkram wurden sie über mögliche Folgen der Impfung aufgeklärt. Dann ging es weiter zur zweiten Station. Dort hieß es dann den linken oder rechten Arm freizumachen, es gab einen Stich und alles war erledigt. Allerdings waren alle Geimpften gehalten, erst einmal eine Viertelstunde vor Ort zu bleiben.

Auch Fußgänger geimpft

Natürlich impften die Ärzte nicht nur Autofahrer mit ihren Beifahrern, sondern auch Fußgänger. Für sie war alles in der Festhalle vorbereitet und lief praktisch in derselben Form ab wie für die Autofahrer.

"Ich finde es sehr erfreulich, dass so eine Aktion bei uns im Dorf gemacht wird, das wird hoffentlich den einen oder anderen dazu bewegen, sich doch noch impfen zu lassen", meinte eine Bürgerin. Eine andere lobte, "es war alles bestens organisiert und das Impfen hat gar nicht weh getan". Ein Mann freute sich "toll, dass sowas durch Privatinitiativen möglich ist".

Diethard Dittmar zeigte sich mit dem Ablauf der Impfaktion sehr zufrieden: "Alles lief wie am Schnürchen und hat bestens geklappt. Vielen Dank auch an die Freiwillige Feuerwehr, die viel zum Gelingen beigetragen hat". Er berichtete, dass es zu Beginn der Aktion noch kleinere Staus auf dem Weg zur Halle gab. Wer allerdings erst gegen Ende die Festhalle ansteuerte, kam sofort an die Reihe.

Insgesamt ließen sich am Samstag über 200 Interessenten impfen. 90 Prozent von ihnen waren wie erwartet Personen, die ihre dritte Impfung haben wollten. Diethard Dittmar teilte mit, dass am 22. Januar nächsten Jahres nochmals eine Impfaktion geplant ist. Sie soll wieder in der Festhalle in Poppenlauer stattfinden.

Münnerstadt plant am nächsten Wochenende ebenfalls eine ähnliche Aktion.