Einstimmig haben die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses in ihrer jüngsten Sitzung dem Neubau einer Produktionshalle und zweier Trafostationen "Im Roth" (Gewerbegebiet Schindberg I) das gemeindliche Einvernehmen erteilt. "Um der stetig steigenden Nachfrage, der Standortsicherheit für die Zukunft und den Anforderungen von Geschäftsfeldern für die Zukunft gerecht zu werden, plant der weltweit agierende Bauherr auf dem oben genannten Grundstück eine Erweiterung seiner Produktionskapazität", heißt es in der Sitzungsvorlage.


Mehr Arbeitsplätze

Das stark expandierende Unternehmen hat die auf dem Grundstück befindliche Immobilie (ehemalige Kleiderfabrik) bereits 2008 teilweise und 2015 umfänglich saniert. In zwei weiteren Bauabschnitten ist nun geplant, unter den derzeit vorliegenden Anforderungen die bestehende Produktionshalle zu erweitern und eine gewisse Strukturveränderung vorzunehmen. Nach der geplanten Produktionserweiterung werde sich die Mitarbeiterzahl von derzeit 100 auf 150 erhöhen. Im Endausbau sei anschließend mit einer Mitarbeiterzahl von 300 Personen zu rechnen.
Zunächst ist geplant, an die bestehende Halle einen einen rund 47 mal 91 Meter großen Anbau zu errichten mit einer Höhe von knapp neun Metern für den eingeschossigen Trakt und knapp zwölf Metern für den zweigeschossigen Trakt.


Ausnahmen zugelassen

Laut Bebauungsplan dürfen gewerbliche Bauten in diesem Gebiet nur sechs Meter hoch sein. Ausnahmen werden jedoch zugelassen, wenn betriebliche Vorgänge dies erfordern. Der Bauwerber merkt dazu an, dass er die Höhe bereits auf ein Minimum reduziert habe. Ausnahmen sind auch in Bezug auf beide Trafostationen nötig. Die Abweichungen ergeben sich aus der Art des Gewerbes, war bei der Sitzung zu erfahren.
Den Bauantrag nahmen die Ausschussmitglieder sehr positiv auf, nicht zuletzt, weil neue Arbeitsplätze entstehen. Bezüglich der recht mächtigen Halle gab es dann aber doch noch eine Nachfrage, vor allem, weil es unmittelbar daneben Nachbarn gibt. Auf Nachfrage erklärte die stellvertretende Bauamtsleiterin Elke Schmidt, dass zwei Nachbarunterschriften nicht vorliegen. 2. Bürgermeister Michael Kastl verwies darauf, dass im Rahmen des Genehmigungsverfahrens alles überprüft wird. Das gemeindliche Einvernehmen erteilten die Ausschussmitglieder.
Das bezieht sich auch auf die "Neupositionierung von zwei Vogelnistkästen." Auf den von dem Neubau betroffenen Grundstücken müssen Baumfällarbeiten durchgeführt werden. Die beiden Vogelnistkästen sollen auf Antrag des Bauherrn im benachbarten städtischen Wald angebracht werden. Die Kosten übernimmt der Bauwerber. Auch damit waren die Kommunalpolitiker einverstanden.