Bereits im letzten Jahr sind die Förderanträge gestellt und der Finanzierungsplan eingereicht worden. Das Problem: Das Ganze kostet 550 000 Euro. Eine Summe, die Außenstehenden schwer zu vermitteln ist. "Wir bringen keinerlei Luxus rein, wir richten nur ein Baudenkmal, das auch wichtig für den Kirchplatz ist", erklärt Roman Jonas. Chef der Bauhütte vom Heimatspielhaus. "Einfach so stehen lassen oder wegreißen können wir die Scheune ja auch nicht", meint Christine Schikora. Sie und Susanne Stäblein sind stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

Den Namen "Bauhütte" hat Martin Kuchler den Helfern gegeben, die sich so rührig um das Heimatspielhaus kümmern. Als bekennender Ulmer verweist Martin Kuchler auf die Bauhütte des Ulmer Münsters, die sich um den Erhalt des einmaligen Gebäudes kümmert. Diese hat Pate für die Namensgebung der Münnerstädter Helfer gestanden. Wenn vielleicht nicht ganz so gigantisch wie in Ulm, so stehen aber den Münnerstädter Helfern doch große Aufgaben bevor. Mit der Erlaubnis des "vorzeitigen Maßnahmenbeginns", wie es im Amtsdeutsch heißt, können die freiwilligen Helfer beginnen. Sie bereiten jetzt die eigentliche Sanierung vor. Dann werden der Keller stabilisiert, die Fachwerkkonstruktion wieder vervollständigt und natürlich das Dach hergerichtet. Als Architekten konnten die Vereinsmitglieder wieder Eduard Knoll gewinnen, der bereits für die Sanierung des Heimatspielhauses tätig war.