Gerald Kriedner. Das war und ist ein klarer Standpunkt. Ein Mann, der zu seinen Überzeugungen stand, und dies in seinen provozierenden Werken zeigte. Ein Großer in der Künstlerszene. Erst letztes Jahr ist der viele Jahre in Münnerstadt lebende Künstler gestorben. Das Henneberg-Museum widmet ihm noch bis 29. September eine Retrospektive. Realisiert werden konnte die Schau durch das Mitwirken der Museumsfreunde Münnerstadt e. V, heißt es in einer Pressemitteilung.

Besucher entdecken in der Sonderausstellung einen ungewöhnlichen Menschen und Maler. Gerald Kriedner wurde 1940 in Maxen bei Dresden geboren. Auf handwerkliche Ausbildungen und Abitur (1954 -1965) folgten Kunstseminare und Kunstakademien in Duisburg und Düsseldorf. Hier wurde Kriedner vor allem als Schüler und Gasthörer von Joseph Beuys inspiriert.

Ab 1990 freischaffender Künstler

Sein künstlerisches Wissen gab Gerald Kriedner von 1970 bis 1990 als Kunsterzieher und Lehrer weiter. Ab 1990 war er als freischaffender Künstler tätig. In 35 Ausstellungen in Deutschland zeigte er seine Werke, darunter in Berlin, Dresden, im Rahmen der "Kunstachse Aisch" sowie in ganz Unterfranken. Kriedner hat einen Mauerabschnitt der Berliner East Side Gallery gestaltet und mit Christo zusammengearbeitet.