Volker Schmitt (Münnerstadt) ist aktuell Präsident des Rotary-Clubs. Er hat sich zusammen mit seiner Frau Manuela Gedanken darüber gemacht, wie auch die Rotarier in Corona-Zeiten ein solidarisches Zeichen setzen können. Als sich abzeichnete, dass zumindest ein Gesichtsmasken-Gebot immer wahrscheinlicher wird, entstand die Idee des Maskennähens zugunsten des Fränkischen Theaters in Maßbach.

Zu gute kommen soll der Erlös aus dem Verkauf der Masken dem Theater Schloss Maßbach, das von den Corona-Beschränkungen stark betroffen ist. Alle Schulen, aus denen die nähenden Fachlehrerinnen kommen, erhalten zudem vom Rotary-Club einen Gutschein, um eine Fahrt ins Maßbacher Theater organisieren zu können.

Manuela Schmitt ist Fachberaterin für die Fachlehrerinnen für Ernährung und Gestaltung im Landkreis und hatte alle ihre Kolleginnen angeschrieben und angefragt, ob sie bei diesem Projekt dabei wären. Viele Kolleginnen erklärten sich gerne bereit mitzumachen, freut sich Manuela Schmitt. Mittlerweile sind die ersten Masken genäht. Doch es gibt in den nächsten Tagen noch jede Menge zu tun. Rund 500 Teile sollen produziert werden. Eine stattliche Anzahl.

Eigentlich wollten Volker und Manuela Schmitt für die Aktion ordentlich die Werbetrommel rühren, damit die anvisierte Stückzahl Abnehmer findet. Das war dann aber gar nicht mehr nötig. Sie hatten nicht damit gerechnet, wie schnell sich die Initiative herumspricht. Mittlerweile gibt es für nahezu die gesamte Menge bereits Bestellungen, freuen sich die Ideengeber.

Stoff ist gefragt

"Das größte Problem ist das Material beizubringen", hat Volker Schmitt zwischenzeitlich festgestellt. So sind die Schmitts froh, dass zum Wochenende wieder ausreichend Stoff und Gummiband zur Verfügung stehen, damit die Nähmaschinen rattern können. Der Stoff für die Masken ist einfarbig. Bedruckt sind die handgearbeiteten Stücke mit dem Emblem der Rotarier. Rund 30 Minuten dauert es, bis eine Maske fertig ist, so die Erfahrung von Manuela Schmitt. Der Anfang war allerdings gar nicht so einfach. Man muss den Dreh erst raus haben, bis die Arbeit so richtig flott von der Hand geht. Die Lehrerinnen müssen also einiges an Zeit einplanen. Denn jede von ihnen näht zwischen 20 und 40 Masken für das Projekt. "Das Ergebnis ist richtig gut", freut sich Volker Schmitt.

Die Aktion sei ein echtes "Hands on-Projekt", sagt der Münnerstädter. Gemeint ist damit, dass Mitglieder gemeinsam etwas für einen guten Zweck organisieren.Das gehöre zu den Zielen des Clubs, erklärt Volker Schmitt.

Verschiedene Schulen dabei

Unterstützung erhalten die Fachlehrerinnen von Christian Ebel (Sekretär des Rotary Clubs Bad Kissingen). Er hat den Rotary Stempel entworfen (Software für 3D Drucker). Seine Frau Beatrice Rose-Ebel bedruckt damit die Masken. Malte Meinck ist zwar kein Clubmitglied, erstellte aber für die Aktion mit seinem 3-D-Drucker den Stempel.

Es beteiligen sich Lehrerinnen aus Grund- und Mittelschulen von Münnerstadt, Burkardroth,Bad Bocklet,Hammelburg,Bad Brückenau,Maßbach und Oberthulba.