Wie die generalsanierte Mehrzweckhalle einmal aussehen wird, lässt sich so langsam erahnen. Ein Blick auf die Baustellentafel verrät, wie sie aussehen wird, wenn alles fertig ist. In einem Jahr soll das Mammutprojekt beendet sein. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Denn bei der reinen Halle soll es nicht bleiben.

"Wir liegen voll im Kosten- und im Zeitplan", sagt 2. Bürgermeister Anderas Trägner (Freie Wähler), der derzeit die Amtsgeschäfte führt. Einige Gewerke sind sogar kostengünstiger ausgefallen, als ursprünglich geplant. "Dafür sind andere teurer geworden", so der 2. Bürgermeister. Insgesamt halte sich beides die Waage.

"Die Zusammenarbeit mit dem TSV läuft richtig gut", meint Andras Trägner. Der gesamte Komplex gehört zwar ausschließlich der Stadt, die Sportler als Nutzer wollen sich aber auch einbringen. "Am 14. September haben wir einen Arbeitseinsatz", sagt Günter Scheuring, Sportreferent im Stadtrat und gleichzeitig einer der drei Vorsitzenden des TSV Münnerstadt. Dann wird die Pergola um die Terrasse der Gaststätte Meteora abgebaut. Wenn es der Baufortschritt erlaubt, werden die TSVler eine neue errichten. Das sehen sie als ihre Aufgabe an, weil der TSV an auch die Einnahmen aus der Verpachtung der beliebten Gaststätte bekommt.

Und nicht nur das. Bürgermeister Michael Kastl (CSU) hatte immer bemängelt, dass zwar die Mehrzweckhalle generalsaniert wird, die Tartanbahn die Tribüne und die Außenanlagen aber nicht enthalten sind. Er war damit auf offene Ohren im Stadtrat gestoßen, in der Finanzplanung sind inzwischen Gelder für das nächste Jahr eingestellt. Die Mitglieder des TSV wollen bei der Tribüne selbst Hand anlegen, sagt Günter Scheuring. Auch die Spielerkabinen am Fußballplatz wollen sie erneuern.

Ganz am Anfang stand der Wunsch nach einer Sanierung der Tartanbahn um den Platz. Die war zwischenzeitlich völlig aus den Augen verloren worden. Bei einer Sitzung des Stadtrates vor der Sommerpause war ein Vertreter einer Spezialfirma via Inernet zugeschaltet worden. "Er war jetzt hier und hat sich die Bahn angesehen", sagt Günter Scheuring. 80 Prozent des Untergrundes sei in Ordnung, laute sein Fazit. Demnach müsste man den Untergrund nur teilweise ausbesser und dann eine neue Bahn aufspritzen. "Er wird ein Angebot unterbreiten". Geplant ist, die Arbeiten im Frühjahr nächsten Jahres zu erledigen, möglicherweise auch schon in diesem Jahr zu beginnen. Norbert Schreiner, Referent für die städtischen Liegenschaften hat eigen Ideen, wir man die Tartanbahn sanieren kann. Da wird es noch Gespräche geben.

Ziel von Bürgermeister Michael Kastl und des gesamten Stadtrates ist es, im Sommer nächsten Jahres ein komplett saniertes Sportzentrum einzuweihen, also neben der Mehrzweckhalle auch die Tribüne und die Tartanbahn. Dies scheint inzwischen möglich. Und was ist mit dem Vorplatz? "Gute Frage", sagt Andreas Trägner. Denn genau das ist das Problem. Denn der mittlerweile auch nicht sonderlich schöne Platz ist nicht im Paket enthalten. Hier soll es noch Nachbesserungen geben. Auch bei der Neugestaltung des Vorplatzes will sich der TSV mit einbringen.