Abstand halten fällt bei diesem Anblick wirklich nicht schwer. Am Stadtmauerweg haben die Mitarbeiter vom städtischen Bauhof zwei Schubkarren aufgestellt. Ihr Inhalt: Hundekot, zusammengetragen entlang des geschotterten Weges. Der Geruch ist unangenehm. Der Blick auf die Hinterlassenschaften nur eklig. Während man als Zeitungsreporter Abstand halten kann, können die beiden stätischen Mitarbeiter Manfred Schmitt und Robert Conrad nicht einfach einen großen Bogen um die Schubkarren machen. Sie sind an diesem Tag beauftragt, den Stadtmauerweg zu reinigen. "Es ist für mich das schlimmste am Job, wenn ich die Leute dafür einteilen muss", sagt Bauhofleiter Stefan Sluzar.

Es ist ein altes Problem und immer wieder ein zum Himmel stinkendes: Manche Hundehalter lassen ihre Tiere die großen Geschäfte erledigen, egal wo. Die Hinterlassenschaften bleiben liegen, egal ob im Blumenbeet, am Spazierweg oder in einer Grünanlage. Stefan Sluzar bedauert auch die städtischen Gärtner. Sie langen bei der Beetpflege immer wieder in die Vollen. Manfred Schmitt ergänzt, dass Mähen von Grünanlagen mittlerweile mit Gesichtsvisier auch deshalb unabdingbar sei, weil einem sonst solche Hinterlassenschaften direkt ins Gesicht spritzten.