Maria Heuring war ein Urgestein der Münnerstädter Heimatspielgemeinde und hat viele Jahre lang eine der weiblichen Hauptrollen, die der Bürgermeisterin Appolone, besetzt. Mitte Januar ist Maria Heuring wenige Tage vor ihrem 85. Geburtstag gestorben. Die Heimatspielgemeinde Münnerstadt betrauert den Tod ihrer langjährigen Mitspielerin und Helferin.

Schon als Kind dabei

Von Kindesbeinen an war Maria Heuring Teil der Heimatspielgemeinde Münnerstadt. 1949 hat sie ihre ersten Schritte im Spiel "Die Schutzfrau von Münnerstadt" als Tanzmädchen gemacht und war von da an dem Verein bis zu ihrem Lebensende eng verbunden.

Es war eine lange und besondere Heimatspielkarriere. Vom Tanzmädchen wurde Maria Heuring zur Schnitterin, bis sie von 1971 bis 1995 die Appolone, die Frau des Oberbürgermeisters verkörperte.

Ideale Besetzung

Es sei eine Rolle gewesen, die ihr wie auf den Leib geschneidert war, schreibt die Vorsitzende der Heimatspielgemeinde, Claudia Kind, in einem Nachruf des Vereins. "Ich selbst, damals Tanzmädchen, habe sie als Appolone bewundert. So eine edle, aufrechte Frau", betont die Vorsitzende, die mittlerweile selbst als Appolone in die Fußstapfen von Maria Heuring getreten ist. In ihrer Rolle als Bürgermeistergattin habe Maria Heuring die Würde ihrer Position verkörpert und habe dennoch Liebenswürdigkeit ausgestrahlt. Sie habe ruhig, einfühlsam und echt gespielt, so die Erinnerungen der Vorsitzenden.

Auch als Maria Heuring die Appolone nicht mehr spielte, blieb sie dem Ensemble noch viele Jahre als Teil der Rosenkranzbruderschaft treu.

Kostüme genäht

Aber nicht nur als Mitspielerin war sie aktiv: Als gelernte Damenschneiderin hat sie den Verein leidenschaftlich mit der Herstellung von Kostümen unterstützt. Sie war für Bruno Eckert,den langjährigen Vorstand, geschätzte Ansprechpartnerin und stand ihm mit Rat und Tat zur Seite.

Unermüdliche Hilfe

Solange es ihr gesundheitlich möglich war, packte sie an den Sonntagen der Aufführungen in den frühen Morgenstunden beim Aufbau mit an, ein Kuchen für die Kaffebar war eine Selbstverständlichkeit.

"Sie half, wo immer sie konnte", so Claudia Kind rückblickend. "Das Heimatspiel war für sie eine echte Herzensangelegenheit".