Die Sanierung und der Umbau des Kindergartens in Großwenkheim ist ein Stück weiter. Bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montagabend erteilten die Ausschussmitglieder dem Bauantrag einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Erst im Juli hatte der Stadtrat die Planung von Christian Küster (Kitzingen) abgesegnet und die Verwaltung beauftragt, das Verfahren zügig voranzutreiben. Mit dem Umbau des Kindergartens, durch den Platz für eine zweite Gruppen (Krippe) geschaffen wird, soll dann im Frühjahr begonnen werden.

"Wir hatten das ja schon einmal vorgestellt", sagte Bürgermeister Michael Kastl (CSU). Nachdem das Vorhaben vom Stadtrat beschlossen worden war, wurde es auch den Eltern vorgestellt. "Wir wollten es nicht vorher an die große Glocke hängen."

Christian Küster stellte noch einmal kurz die wichtigsten Umbauten vor. So wird der große Gruppenraum im Erdgeschoss geteilt, wodurch eine Hälfte als Schlafraum genutzt werden kann. Völlig umgebaut wird das Treppenhaus. Auch im Obergeschoss gibt es Änderungen, unter anderem entsteht dort anstelle der kleinen Küche ein Leitungszimmer. "Äußerlich ändern wir gar nichts", sagte der Planer. Lediglich an der jetzigen Fluchttreppe wird die Brüstung entfernt und aus einem Fenster wird eine Tür. Nach Abschluss der Arbeiten bietet der Kindergarten Platz für zwei Gruppen, wobei eine eine Kinderkrippengruppe sein wird.

"Das ist ein ganz wichtiger Beitrag zur Innenentwicklung", sagte Bürgermeister Michael Kastl dazu. Wichtig sei auch, dass das ortsbildprägende Gebäude erhalten bleibt und das Angebot durch die neue Krippe verbessert wird. Michael Kastl bezeichnete den Plan von Christian Küster als sehr gute Variante, die noch dazu eine kostengünstige sei.

"Ich finde es gut, dass wir dem aktuellen und zukünftigen Bedarf Rechnung tragen", sagte Arno Schlembach (CSU). Der Trend zeige, dass die Kinder immer früher in den Kindergarten gebracht werden. Es gebe den Wunsch nach Krippenplätzen, aber im Moment existiere nur die eine Regelgruppe. Mit der Erweiterung um eine Gruppe werde dem Rechnung getragen.

Johannes Röß (CSU) schloss sich seinem Vorredner an, er hatte jedoch auch einen Kritikpunkt.Er könne nicht verstehen, warum die Fenster und Türen des Kindergartens bei der Sanierung nicht mit ausgetauscht werden, sagte er.

"Die sind in einem ganz guten Zustand", meinte Christian Richter dazu. Fenster und Türen seien überprüft worden, unter anderem die Dichtungen. Außerdem wäre ein Austausch ein richtiger Investitionsbrocken. "Ich bin ja auch Energieberater", betonte der Planer. Es rentiere sich nicht Fenster auszutauschen, die noch 20 oder 30 Jahre halten, nur weil die neuen eine Dreifachverglasung haben. Sollten während der Sanierung defekte Fenster gefunden werden, dann werden sie auch ausgetauscht, versicherte er.

Das sei alles überprüft und mit einem Fachmann abgestimmt worden, sagte Michael Kastl dazu. Jetzt gehe es um den Bauantrag. Den hatte ohnehin die Stadt Münnerstadt gestellt, das gemeindliche Einvernehmen erteilten die Ausschussmitglieder dann auch einstimmig.