Bürgermeister Helmut Blank (CSU) hatte vor dem erneuten Votum darauf hingewiesen, dass laut Gemeindeordnung nur wählen darf, wer Ortsbürger ist und im Ort wohnt. Gewählt kann nur werden, wer während der Ortsversammlung anwesend ist. Blank stellte außerdem fest, dass die Abstimmung geheim und schriftlich zu erfolgen hat. Die Amtsperiode der neuen Ortssprecher läuft seit Mai und dauert bis zum Ende der Amtsperiode des Stadtrates im Jahr 2020. "Ortssprecher haben ausschließlich beratende Funktion im Stadtrat und kein Stimmrecht", betonte Blank.
Die Wahl leitete Verwaltungsamtsrat Stefan Bierdimpfl; er gab auch das Ergebnis bekannt: Von den laut Wählerverzeichnis abgegebenen gültigen 55 Stimmen entfielen 29 auf Christian Beck, 26 auf Matthias Kleren. Auf die Frage des Bürgermeisters, ob er die Wahl annehme, antwortete Beck: "Ja, ich nehme die Wahl an und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen." Blank versprach Beck, dessen Ortssprecher-Arbeit mit Wohlwollen zu begegnen und bot ihm gute Zusammenarbeit seitens der Stadt an.

Festakt im September

Die jetzt ausgeschiedenen Ortssprecher werde er im September in einem Festakt in der Alten Aula noch besonders würdigen, sagte Blank. Dank und Anerkennung sprach der Bürgermeister dem scheidenden Ortsreferenten Hermann Brust aus. Dieser sei während seiner 18 Amtsjahre äußerst engagiert zu Werke gegangen und habe gewissenhafte Arbeit geleistet.
Der in Bad Kissingen geborene Christian Beck (36) ist verheiratet, hat drei Kinder im Alter von fünf, sechs und elf Jahren und wohnt seit 2013 in Althausen. Der gelernte Raumausstatter arbeitete viele Jahre als Kraftfahrer und ist heute selb-ständiger Getränke-Händler, seit er den Traditionsbetrieb des verstorbenen Theo Hein übernommen hat. Als Verantwortlicher für die Dorfgemeinschaft wolle er fortführen, was Hermann Brust so erfolgreich vorgelebt habe. Als vorrangig bezeichnete er die Offenheit für die Anliegen aller Althäuser Bürger.