Leicht haben es die Veranstalter vom Vereinsring Poppenlauer um den Vorsitzenden Gerhard Dietz wirklich nicht. Wegen betrunkener Jugendlichen im vergangenen Jahr wurde ein völlig neues Sicherheitskonzept erstellt, was mit erheblichem Mehraufwand verbunden ist - und dann regnete es auch noch in Strömen. Aber niemand hat je ans Aufgeben gedacht. "Wir machen das ja nicht für uns, wir wollen die Tradition erhalten", sagte Gerhard Dietz. Sie bekommen auch Unterstützung. So stellt jedes Jahr ein heimisches Busunternehmen Fahrzeug und Fahrer kostenfrei zur Verfügung, um die Narren aus den umliegenden Orten nach Poppenlauer und auch sicher wieder heim zu bringen.

Und auch wenn das Wetter an diesem Faschingsdienstag wirklich alles andere als einladend war, so kamen doch verhältnismäßig viele Zuschauer, um das bunte Treiben bei einem der bekanntesten Umzüge zu erleben.

Die Akteure - die meisten kamen aus Poppenlauer selbst - hatten sich wieder viel Mühe gegeben. So wurden lokale Themen, wie die Sanierung der Ludwigstraße aufs Korn genommen, aber auch der Klimawandel, Greta und die Kassenbonpflicht waren Themen beim Umzug. Stinktiere, Waschbären und natürlich die Bienen tummelten sich im farbenfrohen Zug. Danach ging es zum Dorfplatz, wo die Narren noch bis zum Abend weiter feiern konnten. Die Hauptstraße war erstmals von 12 Uhr mittag bis zum späten Abend komplett gesperrt.