Damit verbunden wurden zugleich die Würdigungen mehrerer runder Dienstjubiläen und Personalveränderungen.

Rund 120 Personen aus allen neun Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft füllten die Festhalle. Die Zelebranten des Festgottesdienstes waren: Leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft, Peter Rüb, Pfr. i. R. Norbert Schmöger und Edwin Erhard, Diakon Jochen Lauterwald und Pastoralreferent Christof Bärhausen. Letzterer feierte sein 40-jähriges Dienstjubiläum und wurde an diesem Tag in den Ruhestand verabschiedet.

Die Predigt von Pfarrer Rüb handelte von der Einheit der Christen und dem Wunsch der Menschen nach Vereinigung und Versöhnung.

Liebesheirat oder Vernunftsehe?

Im Anschluss an den Festgottesdienst hielt Erhard Ledermann in seiner Eigenschaft als Pastoralratsvorsitzender die Festtagsrede: 2009 seien die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und Kirchenpfleger der neun Pfarrgemeinden in vielen Sitzungen beisammengesessen, um zu beraten und zu beschreiben, unter welchen Bedingungen und mit welchen Aufgaben sie sich zu einer Gemeinschaft zusammenschließen wollen. Am 31. Januar 2010 habe dann die Unterzeichnung der Vereinbarung in Poppenlauer und damit die standesamtliche Trauung der Pfarreiengemeinschaft stattgefunden. "Ja, wir müssen es uns eingestehen, unser Zusammenschluss vor elf Jahren war keine Liebesheirat", so Ledermann weiter. "Es wurde in 2010 vielmehr eine Vernunftehe eingegangen, die der Tatsache geschuldet war, dass immer weniger Pfarrer und ein immer kleineres pastorales Team immer mehr Gemeinden - und immer weniger Kirchenbesucher - seelsorgerisch zu versorgen hatte." Ob aus dieser Vernunftehe eine Liebesbeziehung entstanden sei, das möge jeder für sich beantworten. Eines ist jedoch gewiss: "Wir haben gelernt, über den eigenen Tellerrand und Kirchturm hinauszusehen." Als Symbol habe man nach einer Idee von Pfarrer Manfred Finger das Kreuz gewählt, das sich aus neun verschiedenen Holzteilen mit den eingravierten Kirchen zusammensetzt.

Ehrenamtliche nie so wichtig wie heute

Ledermann gab auch einen Ausblick zur Bildung pastoraler Räume: "Wir Ehrenamtliche waren folglich noch nie so wichtig für unsere Gemeinden und die Kirche, wie heute. Dessen sollten wir uns bewusst sein."

Für die anwesenden Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, Judith Dekant (Thundorf), Sybille Büttner (Rannungen), Wolfgang Rützel (Poppenlauer) und Michael Kastl (Münnerstadt), sprach Letzterer das Grußwort. Kastl ging auf die gewachsenen Beziehungen zwischen den politischen und kirchlichen Gemeinden ein, insbesondere darauf, dass die politischen Gemeinden immer mehr kirchliche Aufgaben und deren Finanzierung übernehmen.

Vertreten waren auch die Schulen Poppenlauer und Maßbach durch Konrektorin Ines Wilm. Auch das bischöfliche Ordinariat hatte mit den Pastoralreferenten Johannes Reuter und Christof Gawronsky (ehemaliger Fachvorgesetzter von Bärhausen) Vertreter zur Feier entsandt.

Ehrungen und Abschied

Der Pastoralratsvorsitzende ging in seiner Rede auf die Ehrungen ein: "Einen herzlichen Dank und Glückwunsch von dieser Stelle aus entrichten wir vor allem an Pfarrer Norbert Schmöger, der am 27. Juni 2021 in unserer Pfarreiengemeinschaft sein Goldenes Priesterjubiläum feierte." Ledermann führte weiter aus, dass Pfr.i.R. nicht Pfarrer "im Ruhestand", sondern Pfarrer "in Reichweite" bedeute und dankte allen "Ruhestandspfarrern" herzlich für ihre Mithilfe in der Pfarreiengemeinschaft.

Der Pastoralratsvorsitzende leitete zu weiteren Ehrungen über: "Wir haben heute aber noch etwas zu feiern, nämlich den 30. Jahrestag deiner Priesterweihe, lieber Peter Rüb, und das 40-jährige Dienstjubiläum von dir, lieber Christof Bärhausen". Bärhausen hielt eine sehr emotionale Abschieds- und Dankesrede.Würdigungen erhielten auch der neue Diakon, Jochen Lauterwald, und der Gemeindereferent Bernd Keller.

Gesangsvortrag

Die evangelische Pfarrerin Elfriede Schneider und ihr Kollege Stefan Bonawitz überraschten mit einem Gesangsvortrag zum Gemeinschaftsgeburtstag und zum Abschied von Christof Bärhausen: "Geh mit Gottes Segen ..."