Nur noch eine Pfütze ist vom Schirmsee übrig geblieben, nachdem er vollständig abgelassen worden ist. Darin liegen tote Fische. In der Luft hängt ein beißender Geruch. Die toten Fische im Teich seien derzeit der Aufreger in Großwenkheim, erklärt ein Landwirt dieser Zeitung gegenüber. Vom Landratsamt kommt die Stellungnahme, dass der See wegen eines drohenden unkontrollierten Dammbruchs auf Veranlassung der Unteren Naturschutzbehörde abgelassen wurde. Es habe in diesem Rahmen aber eine große Abfischaktion gegeben, bei welcher der weitaus größte Teil des Fischbestandes gerettet wurde. Die Maßnahme selbst wird vom Landratsamt als unumgänglich bezeichnet. Ohne das Eingreifen wäre unter Umständen der gesamte Fischbestand gefährdet gewesen, heißt es in einer Stellungnahme der Behörde.

Schuld an der gesamten Situation ist ein Biber. Dieser hat durch seine Bautätigkeit den Mönch verstopft, die Vorrichtung, die den Wasserstand im See reguliert. Dadurch habe das Ablaufbauwerk seine Funktion nahezu völlig verloren. Es habe die Gefahr bestanden, dass der künstliche Damm bricht, die umliegende Umgebung überflutet und die im See lebenden Tiere gefährdet, heißt es aus dem Landratsamt.

Der Mönch sei derart verstopft, dass dieser nicht ohne komplette Freilegung instand gesetzt werden kann, heißt es weiter. Deshalb wurde der See kontrolliert am vergangenen Samstag abgelassen. Der Damm wurde im Bereich des Mönchs aufgebaggert und freigelegt. Ob eine Teilsanierung des Mönches möglich ist oder ein neuer gebaut werden kann, werde sich in den nächsten Tagen zeigen.