Jetzt hat das Förderprogramm "Innenstädte beleben" in Münnerstadt erste sichtbare Früchte getragen. Die Bänke an der Bushaltestelle hinter dem Rathaus waren vor einiger Zeit abgebaut und sind nun komplett überarbeitet wieder aufgestellt worden. Bessere Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten in der Altstadt schaffen - das ist eins von drei Vorhaben, mit der sich die Stadt im Förderprogramm erfolgreich beworben hatte.

Thema: Nachhaltigkeit

Es muss nicht immer ganz neu sein. Zwar waren die Bänke an der Bushaltestelle alles andere als ansehnlich, zumindest aber die Metallteile waren durchaus erhaltenswert, sagte Kilian Düring, zuständig für Stadtmarketing und Tourismus gegenüber unsrer Zeitung. Auch wegen des Gedankens der Nachhaltigkeit einigten sich die Verantwortlichen, diese Bänke herrichten zu lassen. Den Auftrag bekam die Werkstatt des Dominikus-Ringeisen-Werkes Maria Bildhausen, die eine Schreinerei in Münnerstadt betreibt.

Intelligente Nutzung

"Es geht auch darum, Freiflächen in der Stadt insbesondere im Sommer intelligent und flexibel zu nutzen", sagt Bürgermeister Michael Kastl dazu. Gemeint sind beispielsweise Flächen, die tagsüber als Parkplatz dienen, am Abend und an den Wochenenden aber für die Gastronomie genutzt werden können. Die neue Eisdiele am Marktplatz hatte im letzten Sommer einen Parkplatz für ihre Außenbewirtschaftung zur Verfügung gestellt bekommen, auch andere Gaststätten konnten sich im Freien ausbreiten. Das soll künftig flexibel gestaltet werden.

Das Aufstellen der neuen Bänke war nun die erste Aktion, bei der etwas richtig erneuert wurde. "Aber nicht die letzte Aktion" sagt der Bürgermeister dazu. "Wir haben die Bänke abgebaut, die Metallteile sind dann sandgestrahlt und neu lackiert worden", sagt Benjamin Schmitt, stellvertretender Werkstattleiter der Einrichtung für Menschen mit Behinderungen Maria Bildhausen. Für die Sitzflächen haben die Mitarbeiter der Werkstatt Eichenbohlen gehobelt und montiert. Sechs Bänke sind für die Bushaltestelle hergerichtet worden, weitere sollen folgen.

"Wir haben uns sehr gefreut, dass wir es mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk hinbekommen haben", sagt der Bürgermeister. "Auf diese Weise ist es sehr nachhaltig." So konnten Menschen mit Behinderungen mit eingebunden werden. "Wir sind sehr froh, dass wir den Auftrag bekommen haben", sagt Benjamin Schmitt dazu. Das sei eine sichtbare Dienstleistung. "Ein Aushängeschild dafür, was Sozialeinrichtungen leisten können."

Drei Säulen

Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Altstadt ist nur ein Teil der Vorhaben, die durch das Förderprogramm "Innenstadt beleben" bezuschusst werden. Geplant sind auch ein digitales Schaufenster der Münnerstädter Geschäfte und eine Revitalisierung von leeren Geschäften, zwei für Unternehmer und eins für soziale, kulturelle Zwecke durch die Stadt.