Einstimmig hat der Stadtrat einen Zuschussantrag des AFC Dark Knights e.V. abgesegnet. Die Dark Knights (American Football), die ihre Heimat beim TSV Münnerstadt gefunden haben, brauchen spezielle Tore (Fieldgoaltore), um den Spielbetrieb aufnehmen zu können. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund 4300 Euro. Die Stadt übernimmt - wie in diesen Fällen üblich - zehn Prozent.

Am gleichen Tag, als die Montessorischule in Münnerstadt eingeweiht wurde, hat es ein Freundschaftsspiel der Dark Knights gegeben, führte Bürgermeister Michael Kastl bei der jüngsten Stadtratssitzung in das Thema ein. "Da hat was gefehlt, nämlich die Fieldgoaltore." Die Dark Knights gebe es ja schon länger, inzwischen haben sie sich beim TSV Münnerstadt eingegliedert. "Das klappt sehr gut", so der Bürgermeister, der sich sicher ist, dass die Dark Knights bei ihren Spielen Gäste von außerhalb anlocken. Die Tore werden in zwei Hülsen gesteckt und lassen sich leicht wieder abbauen. Üblich sei in solchen Fällen eine Förderung in Höhe von zehn Prozent.

Keine Einnahmen

Die Dark Knights konnten wegen Corona in letzter Zeit keine Einnahmen verbuchen, informierte Michael Kastl. Um Einnahmen zu bekommen, müsste der Spielbetrieb aufgenommen werden. Das sei aber eben nur mit den Fieldgoaltoren möglich. "Trotz aller Bemühungen ist es uns wirtschaftlich derzeit nicht möglich, die erforderliche Ausstattung für den Spielbetrieb American Football sicherzustellen", heißt es auch im Antrag des Fördervereins, den der 2. Vorstand Joachim Seitz unterschrieben hat.

"Während der Corona-Pandemie war es uns nicht möglich, durch Ausfall von Spielern und Veranstaltungen, die notwendigen finanziellen Mittel für die Ausstattung zu erwirtschaften", schrieb Joachim Seitz. Und: "Wir haben bisher keine Förderung oder Fördermittel erhalten." Benötigt werden zwei American Football Fieldgoaltore mit der vom American Football Verband Deutschland und Bayern vorgeschriebenen Ausstattung. Die Sportler wollen die Bodenarbeiten (Erdaushub und Betonarbeiten) selbst ausführen. Eine Kostenaufstellung lag dem Antrag bei.

Oliver Jurk (CSU) regte bei der Stadtratssitzung an, die Dark Knights könnten auch einen Antrag über das Regionalbudget der NES-Allianz stellen, wo kleinere Projekte gefördert werden. "Da bekommen sie mehr als zehn Prozent", meinte Oliver Jurk. Michael Kastl verwies allerdings darauf, dass es noch ein Projekt gebe, dass über das Regionalbudget gefördert werden soll.

Wie sich die Dark Knights in Münnerstadt engagieren, zeigt ein Projekt, das den Sitzungsunterlagen beigefügt war. Die Footballer wollen jetzt alle Schulen im Landkreis anschreiben, um mit der Ausbildung der Lehrkräfte und Schüler zu beginnen. Ziel ist es, im August/September ein American Flagg Footballturnier (abgeschwächte Variante ohne Körperkontakt) beim TSV Münnerstadt zu veranstalten. Jede Schule wird einen Pokal erhalten. Dies bildet die Grundlage für ein Jugendteam in Münnerstadt und soll jedes Jahr wiederholt werden. Teilnehmen können alle Schüler in gemischten Teams ab zehn Jahren.

Auch für diese Aktion müssten die Dark Knights die Tore nachweisen, sagte Michael Kastl. Er betonte noch, dass der Trainer der American Footballer die Zulassung für die höchsten Spielklassen hat. Der Stadtrat stimmte dem Zuschussantrag zu.

Zwei neue Bauplätze

Ein weiteres Thema war die Aufstellung der Einbeziehungssatzung "Haarder Weg" in Burghausen. Dabei handelt es sich um zwei Grundstücke in unmittelbarer Nähe zum Kreisverkehr. "Das haben wir schon mehrfach besprochen", sagte Bürgermeister Michael Kastl. Diesmal wurden die Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange behandelt, was kurz und bündig über die Bühne ging. Der Satzungsbeschluss fiel im Anschluss einstimmig. So können die beiden Grundstücke bebaut werden.

Gegen die Änderung des Bebauungsplans "Nüdlingen Nord I" sowie die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans "Wurmerich-Ost" (beides in Nüdlingen) hatten die Stadträte keine Einwände. Weil es kurz zuvor Thema im Kreistag gewesen war, sprach Britta Bildhauer auch die für die Schulen bestellten Luftfilter an. "Wir müssen aufpassen, dass die Luftfilter den Standards entsprechen", sagte sie. "Wir haben den Auftrag vergeben", sagte der Bürgermeister dazu. Die bestellten Luftfilter für die städtischen Schulen entsprechen den damals geltenden Voraussetzungen. Allerdings: "Mir ist kein Fall bekannt, dass eine Quarantäne nicht verhängt wurde, weil Luftreinigungsgeräte vorhanden waren", so der Bürgermeister. Wie sich dann herausstellte, ist ein Teil der bestellten Filter gerade geliefert worden.